Die Kameraden der Feuerwehr Stemmern eröffneten am vergangenen Sonnabend den Reigen der Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehren im Sülzetal. Und Wehrleiter Eckhard Röseler hatte durchaus Positives zu berichten.

Stemmern. In Sachen Feuerwehr ist Stemmern nach wie vor ein aktives Dorf. Am vergangenen Sonnabend versammelten sich die aktiven Kameraden, die Jugendwehr und die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, um gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Als Gäste konnten Abschnittsleiter Kai Pluntke, Gemeindewehrleiter Marco Dahlke und Erst-Wilhelm Jacob begrüßt werden. Bürgermeister Erich Wasserthal ließ sich entschuldigen.

Aus dem Bericht des Ortswehrleiters war zu vernehmen, dass die Kameraden 2010 zu zwei Einsätzen gerufen wurden. Im Mai galt es nach einem Starkregen die Grundstücke im Bierweg vor Hochwasser zu sichern und im Oktober wurde eine Ölspur von 900 Metern Länge zwischen Bahrendorf und Sülldorf abgestreut. "Es freut mich, dass wir wieder eine bessere Teilnahme an den Dienstabenden verzeichnen können. Die Kameraden zeigen großes Interesse, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse aufzufrischen und zu verbessern. Wir sind hier auf einem guten Weg und den müssen wir auch weiter beschreiten", so Eckhard Röseler.

Abwechslungsreiche Ausbildung bieten

Der Wehrleiter berichtet ebenso, dass die Wehrleitung bemüht sei, abwechslungsreiche und den aktuellen Themen angepasste Dienstabende zu gestalten. Dazu gehöre auch die Tatsache, dass beispielsweise der Rüstwagen von Osterweddingen ausgeliehen wurde, damit auch die Stemmerschen Kameraden daran üben konnten. "Bei einem Einsatz muss eben jeder Handgriff sitzen", so der Wehrleiter.

Im vergangenen Jahr haben fünf Kameraden die Truppmannausbildung, ein Kamerad den Lehrgang Maschinist für Löschfahrzeuge in Oschersleben und der stellvertretende Wehrleiter, Andrè Graeffe, die Ausbildung "Leiter einer Wehr" in Heyrothsberge erfolgreich abgeschlossen. "Weitere Aus- und Weiterbildungslehrgänge für unsere Kameraden sind beantragt, hier warten wir auf die Bestätigung", so Eckhard Röseler.

Derzeit hat die Stemmersche Wehr 21 aktive Kameraden. Fünf junge Feuerwehrleute kamen hinzu. "Das ist ein guter Grundstock für unseren kleinen Ort und vor allen Dingen ein guter Schritt zur Verjüngung des Personals", meinte der Wehrleiter.

Für das Jahr 2011 äußerte er den Wunsch, die Zusammenarbeit mit der Gemeinde möge sich wieder verbessern. Kritisch merkte er auch an, dass die Zuständigkeiten für die Feuerwehr innerhalb der Verwaltung mehrfach gewechselt hätten, das erschwere den Wehren die Arbeit. "Auch muss es doch möglich sein, dass die Fahrzeuge zur Überprüfung in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) nach Oschersleben gebracht werden. Unsere Kameraden versehen ihren Dienst ehrenamtlich, dass können sie nicht auch noch leisten", meinte der Wehrleiter.

In seinem Jahresbericht ließ er nochmals den 115. Geburtstag der Wehr Revue passieren. Auch den 60. Geburtstag des Kindergartens hatten die Kameraden mitgestaltet.

Eckhard Röseler bedankte sich schließlich bei allen Kameraden für die gezeigte Einsatzbereitschaft.

Einen besonderen Dank richtete er an seinen Stellvertreter André Graeffe, der ihm viel abgenommen hat. Da dieser erkrankt ist, wünschte er ihm zudem gute Besserung.

Frage nach einem Beamer gestellt

"Wir diskutieren schon lange über die Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes in der Gemeinde Sülzetal. Wir haben so viel Technik und immer gibt es etwas zu reparieren. Mit einem Gerätewart könnten wir uns auch die Wege nach Oschersleben sparen. Doch bislang scheiterte unser Anliegen immer am Geld, konnte im Haushalt der Gemeinde keinen Platz finden", ging Marco Dahlke auf die Worte Eckhard Röselers zum Thema der Überprüfungen der Fahrzeuge im FTZ ein.

Bernd Meyer hatte bei einer Ausbildung festgestellt, dass andere Feuerwehren im Sülzetal diese besser gestalten können, weil sie einen Laptop samt Beamer besitzen. "Warum haben wir so etwas nicht?", ging seine Frage in Richtung Gemeindewehrleitung, der das Problem bekannt ist. "Wir haben begonnen die Wehren mit Beamer auszustatten, drei fehlen uns noch. Eigentlich waren im Haushalt 2010 der Gemeinde Gelder für zwei Beamer vorgesehen, doch der Haushalt ist erst am Jahresende beschlossen worden. Uns ist schon klar, das gerade im Winter die Beamer für die Ausbildung gebraucht werden", meinte Ernst-Wilhelm Jacob.

Da die Gemeinde in den vergangenen Jahren häufig den Haushalt erst so spät beschlossen hat, komme man mit sämtlichen Bestellungen in Verzug.

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