Zum Abschluss des Schulhalbjahres feierten gestern das Gymnasium und die Puschkin-Grundschule Fasching. Während die Gymnasiasten einander mit einem eigenen Programm unterhielten, erfreuten sich die Grundschüler an den Späßen von Clown Petrino. Das Wichtigste war allemal der Spaß am Verkleiden und Tanzen.

Oschersleben. "Oschersleben Helau" tönte es immer wieder durch die Turnhalle der Puschkinschule. Die 85 Mädchen und Jungen der Grundschule ließen die Mauern der alten Halle fast erzittern, so eifrig waren sie gestern beim Faschingfeiern. Clown Petrino wusste sie mit Schabernack, Jonglieren und Zauberei köstlich zu unterhalten, so dass sie ihm auch nicht übel nahmen, dass aus seinem Mikrofon plötzlich Wasser auf die Prinzessinnen und Ritter, Cowboys und Hexen, Batmans und Vampire, Krokodil und Katze spritzte.

Die Kinder hatten nicht nur in ihre Kostüme und zum Teil kunstvoll geschminkten Gesichter Fleiß und Geschick investiert, sie hatten auch die meisten Girlanden selbst gebastelt, die aus der Turnhalle den Festsaal machten. Katalogseiten dienten dabei als Rohmaterial, Fingerfertigkeit und Klebstoff waren die weiteren Zutaten.

Für das Gelingen des Faschingsfestes hatten die Kinder jede Menge gute Laune mitgebracht. Gern ließen sie sich von Wolf-Peter Pehns alias Clown Petrino zum Klatschen, Hüpfen, zu Verrenkungen und Jubeln animieren. Seinen Zaubereien folgten sie so gebannt, dass sie glatt das Klatschen vergaßen.

Ebenso närrisch ging es in der Sporthalle Am Bruch zu. Dort feierten die Schüler des Gymnasiums Karneval, und das nicht zu knapp. Ein etwa zweistündiges Programm war vorbereitet, bei dem Vertreter aller Klassen sowie die Lehrer auf ihre Kosten kamen.

<6>Lehrer wurden geprüft

<7>Letztere wurden beispielsweise zum Dreibeinlauf und Luftballon-Einsammeln verdonnert. Außerdem gab es im Lehrer-Quiz Fragen zu beantworten wie "Wann endet die zweite Schulstunde?" und "Wieviel Lehrräume hat das Gebäude 1?".

<8>Das Motto des diesjährigen Schulfaschings hieß "In Neptuns Reich", was vor allem an der liebevoll gestalteten Dekoration sichtbar wurde. So hing ein aufgeblasener Hai in einem Fischernetz, das an der Sporthallen-Decke befestigt worden war. Ebenso gab es für jeden Schüler einen alkoholfreien Neptun-Cocktail. Geschmückt wurde von den Jugendlichen der 12. Klassen sowie den Kunstlehrern Dietlinde Wöltge, Andreas Boldt und Renate Smikowski.

Aber auch einige Programmeinlagen wurden dem flüssigen Element gewidmet. So wurde zum Beispiel Sebastian Schönfeld verkleidet als der Hawaiianische Musiker Israel Kamakawiwo‘ole in einem Schlauchboot in die Sporthalle gezogen, wo er dann dessen Hit "Somewhere over the Rainbow" playback sang.

Und immerhin auch ums kühle Nass ging es bei Loriots Badewannen-Sketch, der für herzhafte Lacher im Publikum sorgte und von Niklas Heucke sowie Max Fuchs in Szene gesetzt wurde.

Rhythmisch ging es am Ende des Programms zu unter anderem während der Choreographie der Mädchen und Jungen der achten Klassenstufe, die zu TNT von AC DC den Sporthallenfußboden rockten.

"Den Fasching veranstalten wir in dieser Form schon seit mehr als zehn Jahren", sagte Anke Hustedt, Lehrerin für Sport und Sozialkunde, die das Programm mit organisiert hatte. Insgesamt wirkten etwa 550 Schüler sowie 40 Lehrer an der Veranstaltung mit. Die Mädchen und Jungen aus den neunten Klassen befanden sich noch im Praktikum und konnten nicht teilnehmen.

   

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