Etwas Gutes für die Gesundheit zu tun – das war vor zehn Jahren das Ansinnen, in Wellen einen Sportverein zu gründen. Und die Gymnastikfrauen haben auch die zehn Jahre durchgehalten. Ihr Engagement, nicht zuletzt auch für das Kulturleben des Ortes, gab in diesen Tagen Anlass zum Feiern.

Wellen. "Wenn man zehn Jahre Sport macht, kann man auch mal feiern", sagte Martina Neubauer, Übungsleiterin des Wellener Sportvereins. Für das Feiern opferten die 20 – von insgesamt 40 Mitgliedern, übrigens alles Frauen – aber nicht eine ihre wöchentlichen Übungsstunden, sondern nutzten dazu den vergangenen Freitag. Und selbst da ging es erstmal sportlich zu: Beim Kegeln wurden die Besten ermittelt, ehe im Anschluss leckeres Essen im griechischen Restaurant wartete.

Die Idee für den Sportverein wurde am Himmelfahrtstag 2000 nach einer feuchtfröhlichen Wanderung auf der Terrasse bei Familie Neubauer geboren und auch nicht wieder vergessen. Gründungsdatum war der 13. November 2000, die erste Sportstunde fand am 2. Januar 2001 statt. Das Wort "ausfallen" gibt es seitdem in der Gruppe nicht, denn selbst wenn Übungsleiterin Martina Neubauer mal verhindert war, wurde Ersatz besorgt. Jeden Dienstag, von 20 bis 21 Uhr, und jeden Donnerstag, von 19 bis 20 Uhr, haben im Bürgerhaus bis zu 40 Frauen zwischen 19 und 73 Jahren, die auch aus Magdeburg, Wanzleben, Eichenbarleben und Klein Rodensleben anreisen, bei gymnastischen Übungen für Bauch, Beine, Po und den Rücken ihren Spaß. Nur wenn es mal etwas zieht, kann es schon mal sein, dass einer Sportlerin ein Satz wie "Martina, hast du wieder überlegt, wie du uns heute quälen kannst" herausrutscht. Ansonsten aber werden Lebensfreude, Entspannung, Gesundheit und Geselligkeit groß geschrieben.

"Dank an Martina, die uns immer wieder motiviert", sagte Vereinsmitglied Rosemarie Häberer bei der Jahresfeier stellvertretend für all ihre Mitstreiterinnen.

Martina Neubauer gab den Dank gern zurück. "Es ist schön, dass Ihr zum Sport kommt, denn was wäre eine Übungsleiterin ohne ihre Sportlerinnen", sagte sie und drückte ihren Stolz aus, dass sie zehn Jahre durchgehalten haben.

Zum sportlichen Programm der Gruppe gehört aber auch eine jährliche Radtour, die sie auch schon über die Grenzen der Gemeinde Hohe Börde hinausgeführt hat. Nichtmitglieder sind zu dieser Unternehmung immer herzlich willkommen. Bei sommerlichen Grillabenden und bei der Weihnachtsfeier war bisher immer Spaß garantiert.

Und natürlich ist der Sportverein im Wellener Kulturleben eine feste Größe. Die selbstgebackenen Kuchen der Sportfrauen sind bei vielen Veranstaltungen der Renner. Die Erlöse dienen hinterher zumeist einem guten Zweck. So hat der Verein beispielsweise im Jahr 2002 auch eine vom Hochwasser geschädigte Familie in Gübs (Jerichower Land) unterstützt.