Bewegung kommt in die Suche nach einem Bolzplatz für die kleinsten Niederndodeleber Freizeitkicker. Zusammen mit Müttern kleiner Fußballer bemüht sich der Schwimmbadverein "Schrotetal" um eine Lösung – und es gibt erste positive Signale. Gleichzeitig bereitet der Verein die neue Badesaison vor.

Niederndodeleben. Neben den im Ortschaftsrat kontrovers diskutierten Plänen für einen Bolzplatz hinter dem Sitz der Gemeinde an der Magdeburger straße 35 (Volksstimme berichtete) bemühen sich inzwischen Mütter von jungen TSV-Fußballern und Mitglieder des Schwimmbadvereins um eine Alternative.

Stiftung könnte bei der Realisierung helfen

Außerhalb der Trainingszeiten ist der grüne Rasen beim TSV für die Knirpse tabu. "Deshalb hatten uns die Mütter angesprochen, ob wir nicht auf dem Schwimmbadgelände einen Bolzplatz einrichten könnten", berichtete gestern der Vorsitzende des Schwimmbadvereins Florian Pötzsch und ergänzte: "Prinzipiell hätten wir nichts gegen einen Bolzplatz auf dem Schwimmbadgelände, aber der Ortsbürgermeister hat uns wegen zu erwartender Lärmprobleme mit Nachbarn davon abgeraten. Deshalb haben wir uns an die ¿Bürgerstiftung Ostfalen‘ gewandt, die auch Bolzplatzprojekte unterstützt."

Zusammen mit Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid, Gemeindearbeiter Jörg Pilz und dem Katasteramt sind einige mögliche Standorte im näheren Umfeld des Sportplatzgeländes ausgemacht worden. "Am kommenden Sonnabend wird der Kurator der Bürgerstiftung Ostfalen, Joachim Traumann, nach Niederndodeleben kommen und sich die möglichen Standorte anschauen, mit dem TSV wollen wir auch noch Kontakt aufnehmen", berichtete Pötzsch.

Mitglieder werden Rettungsschwimmer

In Vorbereitung der neuen Schwimmbadsaision wird der Verein demnächst eine Mitgliederversammlung durchführen. Fest steht: Los gehen soll die Badesaison 2011 mit einem großen Kinderfest am Donnerstag, dem 2. Juni (Himmelfahrt). "Durch die Saison 2010 sind wir ganz gut gekommen. Wir hatten ja das Problem, dass die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgeschaft) mit ihren Kapazitäten am Jersleber See gebunden war, so dass wir mit befreundeten Rettungsschwimmern selbst über die Runden kommen mussten. Derzeit erwerben einige unserer Vereinsmitglieder selbst den Rettungsschwimmerschein, so dass es diesbezüglich keine Probleme geben sollte", berichtete Pötzsch.

Die Saison 2011, so rechnen die Schwimmbadfreunde, dürfte aufgrund der in diesem Jahr relativ spät beginnenden Ferien auch etwas länger gehen. "Nach den Ferien ist die Saison meist zu Ende", bilanzierte Pötzsch. Frischer Wind bläst auch ins Schwimmbad- café. Hier sind zwei neue Pächter eingezogen, die schon an den Vorbereitungen für die neue Badesaison wirbeln.

Etwas verwundert schauten die Niederndodeleber bereits auf das nach wie vor vorhandene Wasser im Badebecken. "Wir haben das Wasser über den Winter drin gelassen. Die Olvenstedter machen das genauso und lassen es erst im Frühjahr ab, fangen dann an zu säubern. Mal sehen, ob das bei uns etwas nutzt. Die Schäden, die während der langen Winterzeit entstehen, sind doch immer enorm. Vielleicht halten sie sich dieses Mal in Grenzen", hoffte Pötzsch.