Längst sind die Kleingartenbesitzer auf ihren " Schollen " wieder am werkeln. Die Gärten werden vorbereitet für die nächste Saison. Das ist auch in dem Kleingarten, den die Wanzlebener Tafel des Deutschen Roten Kreuzes in der Wanzleber Kleingartenanlage " Frieden " betreibt nicht anders. Am Montag erfolgte der symbolische Spatenstich.

Wanzleben. Die Saison hat jetzt auch im Garten der Wanzlebener Tafel, die zum Deutschen Roten Kreuz gehört, begonnen. Zahlreiche fleißige Helfer – darunter Ehrenamtliche, die Kunden der Tafel sind, Mitarbeiter der Tafel sowie Praktikanten, die bei der imm Wanzleben beschäftigt sind – legen jetzt wieder kräftig Hand an. Zunächst wird gegraben, ehe dann das Saatgut in die Erde gebracht wird.

So wie bereits im vergangenen Jahr sollen dann hier auch wieder Kartoffeln, Erdbeeren, Zwiebeln, Möhren gedeihen, die dann an die Nutzer der Wanzlebener Tafel ausgegeben werden sollen. " Wir suchen immer noch Helfer, die uns vielleicht auch Saatspenden zur Verfügung stellen ", erklärte Birgit Kaczenski von der Wanzlebener Tafel und ist erfreut, wie sich der Garten doch seit der Übernahme im Jahr 2008 entwickelt hat. Im ersten Jahr wurde er urbar gemacht und im zweiten Jahr konnte auch schon reichlich Obst und Gemüse geerntet werden. " Im Gegensatz dazu, wie der Garten vorher aussah, haben wir schon viel geschafft ", richtete sie auch ihren Dank an alle Ehrenamtlichen, die im vergangenen Jahr mit angepackt haben.

Sie sollen auch in diesem Jahr wieder kommen, je nachdem, wie sie Zeit haben. Die Praktikanten der imm werden regelmäßig in dem Garten für Ordnung sorgen. Die Kontakte zu dem Bildungsträger haben bereits vorher bestanden, so dass die Beteiligten in einem Gespräch darauf kamen, dass Hilfe im " Tafel-Garten " gut gebraucht werden könnte und das für die Praktikanten ein ideales Betätigungsfeld wäre. Und im Endeffekt haben die Nutzer der Tafel von dieser Arbeit auch einen Nutzen. So können sie sich über Obst und Gemüse aus der " heimischen Region " freuen. Derzeit sind 500 Ausweise der Wanzlebener Tafel ausgegeben, aber nicht alle kommen regelmäßig. Die Tafel ist dreimal in der Woche geöffnet und wer einen Berechtigungsausweis hat, kann sich zweimal im Monat Lebensmittel abholen.

Auch die benachbarten Kleingärtner freut es, dass der Garten nicht mehr leer steht. Erika Uebel als Vorsitzende der Kleingartensparte " Frieden " sprach aber von einer guten Auslastung. Der Leerstand in der Gartensparte liegt bei unter zehn Prozent. Und erst kürzlich konnte noch ein anderes Projekt in der Kleingartensparte, die zum Verband der Kleingärtner der Region " Börde - Ohre " gehört, angeschoben werden. Das benachbarte Ländliche Bildungszentrum hat einen Nutzungsvertrag für einen seit Jahren leerstehenden Garten abgeschlossen und will dort, nach Aussage von Erika Uebel, einen Lehrgarten einrichten.