Oschersleben. Theorie allein ist nicht alles. Das weiß auch Henning Dittmer, Biologielehrer an der Sekundarschule V in Oschersleben. Deshalb nutzte er auch in diesem Jahr den Projekttag an der Schule, um die Schüler der fünften Klasse ins Oschersleber Schauaquarium zu führen. " Die Fische haben wir abgeschlossen, die Lurche sind jetzt gerade Thema und dann folgen noch die Reptilien, hier gibt es alles zu sehen ", erklärte er. Und so verfolgten die Schüler auch aufmerksam die Ausführungen von Andreas Dietel.

So erfuhren sie beispielsweise, dass Fische ihre Augen nicht schließen, aber auch mal vor sich hindösen, oder dass sie Möglichkeiten finden, weiterzuatmen, auch wenn der Sauerstoff im Wasser mal knapp werden sollte. Dass Rochen zu den Knorpelfischen und nicht zu den Knochenfischen gehören oder wie ein Pangasius aussieht, wenn er noch nicht in der Tiefkühltruhe liegt. Auch den " Apothekerfrosch ", der früher genutzt wurde, um die Schwangerschaft von Frauen festzustellen, lernten sie kennen.

Doch für die Schüler, die auch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft ( AG ) sind, die sich mit der Zucht von Gespenstschrecken beschäftigt, konnten sich noch über eine Extra-Überraschung freuen. Andreas Dietel überreichte ihnen ein Zuchtset für Urzeitkrebse. Die Schüler sollen so auch die Entwicklung dieser Tierchen mitverfolgen können. Und Lehrer Henning Dittmer ist sich sicher, dass sie auch das schaffen werden, auch wenn die Pflege der fünf Arten von Schrecken, darunter Wandelnde Blätter und Stabschrecken, schon ganz schön viel Arbeit bedeutet. Wöchentlich nutzen die Schüler die einstündige Arbeitsgemeinschaft, um die vier Terrarien zu säubern und die Schrecken mit neuem Futter zu versorgen. " Das klappt fantastisch ", hat Dittmer ein Lob für seine AGMitglieder übrig, die in diesem Jahr ausschließlich Fünftklässler sind. Und manchmal haben sie auch schon Schrecken mit Andreas Dietel getauscht.

Und da auch der " Welttag des Buches " unmittelbar bevorstand, war nach dem Besuch im Schauaquarium der Projekttag längst nicht zu Ende. Auch eine Stippvisite in der Bode-Buchhandlung, bei der natürlich das Buch im Mittelpunkt stand, trug zum abwechslungsreichen Tag bei.