Oschersleben ( mg ). Der Anglerverein Oschersleben und Umgebung ( AVO ) will sich für den Erhalt des Bodewehrs einsetzen. Den Aufruf " Wir protestieren gegen den Abriss des Bodewehrs " haben am Wochenende als erste die mehr als 50 Anwesenden auf der Jahreshauptversammlung der Gruppe " Petrijünger " unterschrieben. Die anderen 13 Gruppen des Vereins sollen in den nächsten Wochen folgen, so dass mit mehreren hundert Unterschriften zu rechnen ist, wie AVO-Präsident Gerhard Kleve sich erhofft. Als Gründe für ein Festhalten am Bodewehr führte Kleve an, dass es einerseits als Wahrzeichen zur Stadt Oschersleben einfach dazugehöre. Desweiteren verwies er auf die nicht zu entbehrende Funktion des Wehrs, den Wasserstand zu regulieren, was auch den Hochwasserschutz einschließe. " Die fertigen Unterschriftenlisten wollen wir dann dem Stadtrat übergeben ", kündigte Kleve vor den Mitgliedern auf der Zusammenkunft am Sonntag an.

Dort kam auch der Nachwuchsmangel des Vereins zur Sprache, den die Angler bedauern. " Wir haben fünf Jugendliche, darunter einen Neuzugang, im Verein. Ich habe aber das gesamte vergangene Jahr über nicht einen von ihnen zu Gesicht bekommen ", beklagte Siegmund Staatz als zuständiger für die Jugendarbeit. Weiter sei es schwierig, Jugendliche ganz neu für den Verein zu gewinnen. Dieser Trend betreffe dabei den gesamten AVO in allen Gruppen und ist übereinstimmend mit dem bundesweiten Trend. Gerhard Kleve begrüßte auch deshalb Überlegungen im Land Sachsen-Anhalt, wonach der Fischereischein für Jugendliche verändert und der Zugang dazu erleichtert werden solle.

Gute Nachrichten hatte der AVO-Präsident derweil ebenfalls zu überbringen. Der Verein begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen seit der Neugründung nach der Wende. Dazu soll es eine Festveranstaltung im Oktober geben, die nun vorbereitet wird.

Für alle Vereinsmitglieder, die zur Jahreshauptversammlung verhindert waren, gibt es am 28. Januar um 18. 30 Uhr in der OSC-Gaststätte die Möglichkeit, den Mitgliedsbeitrag zu bezahlen.