Im Personenzug des HarzElbe-Express ( HEX ) ist es gestern Nachmittag zu einem Brand einer Heizungsanlage gekommen. Das Feuer war in Höhe des Blumenberger Bahnhofes ausgebrochen. Die 35 Fahrgäste konnten rechtzeitig in ein anderes Zugabteil gebracht werden und am Bahnhof in einen nachfolgenden Zug umsteigen. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 50 000 Euro. Rund 400 Liter Diesel sowie Hydraulik-Öl mussten am Abend aus dem Waggon geborgen werden.

Blumenberg. Die Havarie deutete sich bereits im Bahnhof Magdeburg an, als Rauch aus der Heizungsanlage des mittleren Waggons des Personenzuges des HarzElbeExpress ( HEX ) aufstieg. Das Problem konnte aber zunächst behoben werden. Aus Sicherheitsgründen wurden die Fahrgäste des Zuges mit dem Ziel Thale / Blankenburg gebeten, sich in den vorderen Triebwagen zu setzen. Um 14. 10 Uhr verließ der " HEX " Magdeburg. Wie sich später herausstellte, war die Vorsichtsmaßnahme mehr als begründet. Denn die Heizung ging gegen 14. 30 Uhr in Höhe Bahnhof Blumenberg in Flammen auf. Der gesamte mittlere Wagen stand kurze Zeit später im dicken Rauch. Die Fahrgäste im vorderen Bereich wurden zunächst nicht gefährdet. Die Zugführerin stoppte den Zug auf Gleis 3 und evakuierte den Triebwagen. Sie koppelte den ersten Triebwagen ab und fuhr diesen ein Stück von der Brandstelle weg. Die 35 Fahrgäste wurden kurze Zeit später von einem nachfolgenden Zug auf Gleis 2 mitgenommen. Für die freiwilligen Feuerwehren begann der Einsatz um 14. 35 Uhr. Beide Wehren aus Bottmersdorf und Wanzleben rückten mit 27 Feuerwehrmännern an und löschten das Feuer mit Schaum. Der Brand selbst konnte auf diese Weise schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Doch unterhalb des Bodens im zweiten Triebwagen erkannten die Einsatzkräfte über die Wärmebildkamera Glutnester. " Da müssen wir dringend ran. Aber Schaum und Schnee versperren uns den Zugang ", erklärte Abschnittsleiter der Feuerwehr Kai Pluntke. Aus diesem Grund mussten die Kameraden ein Stück des Bodens im Bereich der Toilette auffräsen. " So konnten wir besser an die Heizungsanlage kommen ", erklärte Burkhard Wegner von der Wanzleber Feuerwehr.

In der Zwischenzeit wurde die 38-jährige Zugführerin vorsorglich mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Haldensleben gebracht. Die Einsatzkräfte vor Ort entschieden sich gegen 17 Uhr, die 400 Liter Diesel neben der verkohlten Heizungsanlage abzupumpen. Die Feuerwehrmänner forderten dazu noch ein Spezialfahrzeug für den Gefahrguteinsatz der Osterweddinger Feuerwehr an. Bereits ausgetretenes Hydrauliköl und Diesel war zuvor mit Wannen aufgefangen worden.

Notfallmanager der " Hex " René Bartz schätzte den entstandenen Schaden auf rund 50 000 Euro. Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Die Bundespolizei ermittelt.

Die Züge auf der Strecke Magdeburg-Halberstadt hatten Verspätungen von bis zu 30 Minuten, erklärte Sandra Pampus von der HEX-Betreibergesellschaft.