Zwei Kandidaten bewerben sich am Sonntag um das Amt des Bürgermeisters der neuen Verbandsgemeinde Westliche Börde. Über die Motivation und Ziele sprach die Volksstimme mit Ines Becker ( Gröningen ).

Volksstimme : Warum wollen Sie Verbandsgemeindebürgermeisterin für die Westliche Börde werden ?

Ines Becker : Ich bin seid 1990 leitend, sehr engagiert und nach wie vor sehr motiviert in der Kommunalpolitik tätig. Mein Wunsch ist, die Aufgaben, die ich jetzt erledige, auch als Verbandsgemeindebürgermeisterin erfüllen zu können. Die neue Form der Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgemeinden ist zudem eine neue Herausforderung für mich, der ich mich gern stellen möchte. Die fachliche Kompetenz dazu habe ich.

Volksstimme : Wie wollen Sie Kroppenstedt, Gröningen, Ausleben und die neue Gemeinde Am Großen Bruch in der neuen Verbandsgemeinde integrieren ?

Ines Becker : Indem ich mit den Verbandsgemeinderäten den " Wir-Gedanken " entwickele. Die Verbandsgemeinde hat ja keine neuen Aufgaben. Sie erfüllt die, über die vorher die Stadt- und Gemeinderäte in den Mitgliedsgemeinden entschieden haben. Ich möchte die Verbandsgemeinderäte so befähigen, dass sie ihre Entscheidung sach- und fachgerecht für den Verband treffen können. Das erfordert eine effektive Verwaltungsarbeit. Eine gute Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und Stadt- und Gemeinderäten ist nach wie vor unerlässlich.

Volksstimme : Welche konkreten Vorhaben erscheinen Ihnen für die Verbandsgemeinde in den kommenden Jahren am wichtigsten ?

Ines Becker : Bei den Aufgaben, für die die Verbandsgemeinde zuständig zeichnet, muss ein gleicher Standard geschaffen und gehalten werden. Beispielsweise ist die Ausstattung beim Brandschutz noch nicht überall gleich. Ziel für die Verbandsgemeinde muss sein, dass alle gleich gute Voraussetzungen haben, um ihre Aufgaben zu erfüllen und damit die Bürgerinnen und Bürger in allen Mitgliedsgemeinden die gleiche Betreuung durch die Verbandsgemeinde erhalten. Außerdem müssen wir gemeinsam mit den Mitgliedsgemeinden unsere Verbandsgemeinde weiterhin lebenswert gestalten und dem Bevölkerungsrückgang entgegen wirken, zum Beispiel durch neue Wohngebiete und neue Arbeitsplätze. Die Arbeitsplätze haben dabei eine besonders hohe Priorität.

Volksstimme : Wie würden Sie als neue Bürgermeisterin den Brandschutz, der ja als eine Aufgabe von den Städten und Gemeinden an die Verbandsgemeinde übergeht, handhaben ?

Ines Becker : Ich würde auf alle Fälle die Ortsfeuerwehren erhalten. Diese Struktur hat sich bisher bewährt und gewährleistet, dass die erste Hilfe in der vorgeschriebenen Zeit eintrifft. Unterstützt durch den Verbandsgemeindewehrleiter würde ich die Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren und ihre Spezialisierung auf unterschiedliche Gefahrensituationen fördern. Die Fachkenntnisse und Erfahrungen der Ortswehrleiter würde ich grundsätzlich in meine Entscheidungen einfließen lassen und mit ihnen und dem Verbandsgemeindewehrleiter als Team in Bezug auf die Erfüllung der Aufgabe " Brandschutz " zusammen arbeiten.

Volksstimme : Auch die Kindergärten gehen in die Zuständigkeit der Verbandsgemeinde über. Was wollen Sie dafür tun, sie in Kroppenstedt, Gröningen, Ausleben und Hamersleben gleichermaßen zu erhalten ?

Ines Becker : Grundvoraussetzung für ihren Erhalt ist die Sicherung der personellen und technischen Ausstattung. Dafür müssen im Verbandsgemeindehaushalt die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Dafür werde ich mich einsetzen. Weiterhin werde ich gemeinsam mit den Leiterinnen und ihren Erzieherinnenteams so an den pädagogischen Konzepten arbeiten, dass sich jede Einrichtung durch Besonderheiten auszeichnet und damit ihre Attraktivität erhöht. Die Kindertagesstättengebühren werden in allen Einrichtungen gleich sein. Wenn die Eltern eine Kindertagesstätte für ihr Kind auswählen, soll das nach dem pädagogischen Konzept und nicht nach den Elternbeiträgen erfolgen.