Bei einer großen Übung auf dem Gelände des Ausbildungszentrums der E. ON Avacon in Krottorf probten die Feuerwehren aus sechs Orten der Westlichen Börde den Ernstfall. Simuliert wurde ein Brand im Keller des Wohnheims auf dem Gelände in der Mühlenstraße. Neben der Brandbekämpfung mussten auch eingeschlossene Personen aus dem Objekt gerettet werden.

Krottorf. Sonnabend, 9. 12 Uhr. Sirenen heulen auf. Die Feuerwehren der Westlichen Börde werden zu einem Großeinsatz gerufen. Ein Wohnheim brennt in Krottorf. Genauer auf dem Gelände des Ausbildungszentrums der E. ON Avacon in der Mühlenstraße.

Zum Glück nur eine Übung. Die allerdings einen ernsten Hintergrund verfolgt, wie René Schoof, Leiter des Ausbildungszentrums, weiß : " Dieses Objekt ist sicherheitstechnisch von größter Bedeutung für die Feuerwehr, da sich in dem Wohnheim mitunter sehr viele Personen befinden ". Schoof pflegt daher schon seit Jahren engen Kontakt zu den örtlichen Einsatzkräften und freute sich über die Übung am Wochenende.

Insgesamt hatten sich nach kurzer Zeit Fahrzeuge von sechs Wehren am Einsatzort versammelt. Die Leitung der Übung vor Ort übernahm Harald Hinz, der zuständige Abschnittsleiter für den Bereich. Er wurde von den Kameraden aus Ausleben bei der Gesamtkoordination unterstützt, die an diesem Tag die Aufgabe des Führungstrupps übernahmen. Hinzu kamen die Wehren aus Dalldorf, Gröningen, Großalsleben, Kroppenstedt und natürlich Krottorf selbst.

" Zunächst werden die Kameraden beim Eintreffen über die Lage vor Ort in Kenntnis gesetzt ", erklärte Ralf Lange den Zuschauern der Übung, und weiter : " Wir stellen einen Kellerbrand im Wohnheim dar. Die Kameraden finden ein verrauchtes Treppenhaus vor, was die Rettung der Personen natürlich nicht einfacher macht ".

Da somit auch die Brandbekämpfung ein zentrales Thema der Übung war, mussten die Einsatzkräfte auch eine Wasserversorgung vor dem Haus aufbauen. Dies gelang bereits nach kurzer Zeit, da die Bode am Wohnheim vorbeifließt. Nachdem die Schläuche angeschlossen und ausgerollt waren, konnte der " Brand " gelöscht werden.

Unterdessen kämpften sich die ersten Kameraden durch das vom Feuer verrauchte Gebäude zu den eingeschlossenen Personen vor - ausgerüstet mit Atemschutzgeräten. " Da das Treppenhaus verwinkelt ist und allein die Geräte für die Atemluftversorgung 15 Kilogramm auf die Waage bringen, ist das für die Feuerwehrleute ein echter Knochenjob ", erklärte Abschnittsleiter Harald Hinz, der in der Nachbetrachtung lobende Worte für den Einsatz fand : " Die Kameraden haben sich wacker geschlagen. Dennoch müssen wir weiter an der Ausbildung und Koordinierung arbeiten, da den Männern am Ende des Einsatzes allmählich die Kraft ausging ".

Bei der Nachbetrachtung vor Ort zeigten sich auch die Gruppenleiter der Feuerwehren aus den sechs Orten zufrieden mit der Leistung ihrer Kameraden. Auch die Frage nach Verletzungen bei der Übung konnte übrigens glücklicherweise verneint werden.