Oschersleben. Der Winter bringt Veränderungen mit sich. Nicht nur Kälte, sondern auch Dunkelheit belastet das Gemüt. Auch die etwa 200 Tiere im Oschersleber Wiesenpark müssen auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden.

Enrico Mautner vom Oschersleber Wiesenpark erklärt im Volksstimme-Gespräch, welche besonderen Vorkehrungen in den Tiergehegen getroffen werden müssen, um Lama, Papagei & Co. vor der Kälte zu schützen : " Im Pferdestall werden einfache Styroporplatten in den Fenstersims zwischen Vorderverkleidung und Innengitter gesteckt. Die Platten dienen nicht nur als Wärmedämmung für die Tiere, sondern auch um die Wasserleitungen vor dem Frost zu schützen ". Das Einfrieren der Leitungen würde große Kosten für den Tierpark nach sich ziehen. Meistens können außerhalb der Stallungen befindliche Wasserhähne während des eiskalten Winters nicht genutzt werden und die Verantwortlichen sind gezwungen, das Trinkwasser für die Tiere mit Eimern von drinnen hinauszutragen.

Außerdem berichtet Mautner, dass die Dämmungsvorrichtungen im Frühjahr wieder abgebaut werden, da diese sonst die Stallungen zu stark abdunkeln. Die Tiere selbst rüsten sich übrigens genauso gegen den Winter, indem sie ein Winterfell bekommen, das aus feiner Wolle besteht, und sich wärmenden Winterspeck anfressen.

Auch das Winterquartier der Graupapageien muss vor den niedrigen Temperaturen der kommenden Monate bewahrt werden, denn die exotischen Vögel sind nicht resistent gegen die Minusgrade. " Wir sind sehr stolz auf unsere beiden wertvollen Prachtexemplare Rocko und Rocki ", erklärt Mautner begeistert.

Die anderen Tiere verkraften auch kältere Temperaturen, so dass nicht extra aufgerüstet wird. Um aber sicher zu gehen, erfolgt das Ausmisten der Ställe nur noch ein Mal im Monat, wo hingegen im Sommer wöchentlich gekehrt wird. Diese Methode sorgt für größere Wärmezufuhr in den Ställen.

Des Weiteren fügt der Tierfreund hinzu : " Insbesondere, wenn zwischen Dezember und Februar Lämmchen geboren werden, fühlen die sich in den warmen Stallungen wohl. Bei Ziegen, Lamas und Schafen geben wir in der kalten Jahreszeit auch noch doppeltes Stroh hinzu. Auf den Winter spezialisiertes Kraftfutter ist für die Tiere nicht vonnöten. "