Die neue Pfauenvoliere im Wiesenpark ist fertig. Für 3000 Euro aus Patenschafts- und Spendengeldern wurde damit ein Schutz für die Federtiere geschaffen. Im vergangenen Jahr hatte ein Fuchs mehrere Pfauenhennen gerissen, so dass die Stadt diesen Schritt als notwendig erachtete.

Oschersleben. Seit dem Frühjahr wurde in Abstimmung mit dem Bauhof die neue Pfauenvoliere aufgebaut. Sand musste angefahren, Beton für den Zaun ausgegossen werden. Zu guter Letzt kam ein Netz als Dach hinzu. In direkter Nachbarschaft zu den Lamas ist jetzt für die Vögel eine Fläche umzäunt und schützt sie vor Angreifern von außen.

" Im vergangenen Jahr sind unsere Hennen dem Rotrock zum Opfer gefallen ", bedauert Sylvia Frehde, Verantwortliche für den Wiesenpark bei der Stadtverwaltung. " Dann muss es jetzt wohl heißen : Fuchs, du hast die Pfauenhenne gestohlen ", fügt sie lakonisch an. Warum der Rotrock leichtes Spiel hatte, erklärt sie : Wenn die Pfauen auf die Bäume zum Schlagen gehen, bleiben die Hennen in der Brütezeit am Boden. " Wenn das Gelege voll ist, setzt sie sich hin zum Brüten. " Und genau da kam der Fuchs. Das war bitter. Seitdem ist die Voliere angedacht und nun auch fertig.

Bei einem Besuch im Wiesenpark wird klar, dass die Pfauen gerade erst eingezogen sind. " Sie müssen sich noch daran gewöhnen ", schildert Sylvia Frehde. Tatsächlich stolziert der Pfauenhahn am Zaun hin und her, nutzt die Kletter- und Spaziermöglichkeiten innerhalb der Voliere ( noch ) nicht aus. Als jüngster der insgesamt vier Pfauenhähne im Wiesenpark soll er den Pfauenhennen schöne Augen machen. Von der Balz im kommenden Frühjahr erhoffen sich die Verantwortlichen

der Stadt, mit den Jungtieren den Pfauenbestand zu erweitern. Ein Pfauenhahn schart derweil für das Fortpfl anzungsritual mehrere Hennen um sich. Zwei Pfauenhennen sind schon wieder im Wiesenpark ansässig. Die beiden sind frisch eingezogen, Sylvia Frehde hat sie aus der Region vermittelt bekommen. Damit es, wie noch 2008, wieder vier Hennen sind, ist die Stadt aber weiterhin auf der Suche. " Ich habe schon mit anderen Zoos und Tierparks telefoniert ", berichtet Sylvia Frehde. Früchte trug die Suche bisher erst, als sie damit über einen Fernsehsender gegangen ist. Hier erhofft sie sich, weitere Kontakte zur Hennenvermittlung zu erhalten. " Wenn dann gut gebrütet wird ", wagt Sylvia Frehde auch einen Blick ins nächste Jahr zu werfen, " könnten wir natürlich nicht alle behalten und würden zum Beispiel, wie wir es schon einmal getan haben, Pfauen an das Altenpflegeheim St. Georg in Hadmersleben abgeben. "