• Heinrich Spieß, ab 1889 bis 1902 ( gründete die wehr und war damals auch Hemsdorfs Ortschef )
  • Simon Schlüter, ab 1902 bis 1918
  • Otto Hemel, 1918 bis 1925 und von 1938 bis 1947
  • Hermann Schlüter sen. 1925 bis 1932
  • Edmund Schwitzer sen. 1932 bis 1938
  • Otto Ruloff 1947 bis 1955
  • Gerhard Hosenthien 1955 bis 1961
  • Martin Assel 1961 bis 1990 ( längste Amtszeit )
  • Torsten Müller seit 1990 bis heute

  • Die Freiwillige Feuerwehr Hemsdorf ( Ortsteil Groß Rodenslebens ) feierte am Wochenende ihr 120-jähriges Jubiläum. Rund 100 Kameraden aus den befreundeten Wehren sowie 100 Gäste kamen zum großen Umzug und den anschließenden Feierlichkeiten. Neben einer Ausstellung zur Geschichte der Wehr gab es auch eine Auszeichnungsveranstaltung für verdienstvolle Kameraden. Die Wehr hat 18 aktive Mitglieder plus fünf Jugendfeuerwehrleute.

    Groß Rodensleben / Hemsdorf. Mit einem großen Umzug durch den Ort begannen am Sonnabend die Feierlichkeiten zum 120-jährigen Jubiläum der Wehr. Rund 100 Kameraden aus zahlreichen befreundeten Wehren nahmen am Vormittag daran teil. Während des anschließenden Programms konnten die Gäste die Ausstellung zur Geschichte der Wehr besichtigen. Auf die Beine gestellt hatte diese Ortschronist Peter Assel ( 52 ), der seit 1967 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hemsdorf ist. Seit 20 Jahren kümmert er sich um die Chronik seines Heimatortes, die im alten Speicher ausgestellt ist ( Wer die Besichtigung zum Fest verpasst hat, kann sich mit Peter Assel in Verbindung setzen ). " Ich habe für die Ausstellung anlässlich des Wehrjubiläums eine lange Recherchezeit benötigt ", erklärt der aktive Feuerwehrmann. Sein Vater Martin Assel hatte die Wehr von all seinen Vorgängern bis 1990 seit 1961 am längsten das Amt des Leiters bekleidet. Zur Ausstellung gehört auch ein Helm aus der Gründungszeit um 1889. Diesen hat er von seinem Vater vererbt bekommen. Zu sehen bekamen die Besucher aber auch alte Fotos, Dokumente wie Dienstausweise oder alte Personalkarten und alte Uniformen.

    Inzwischen sind auch die Söhne von Peter Assel Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Sein 28-jähriger Sohn Thomas ist seit zehn Jahren Jugendwart und Sohn Daniel ( 25 ) arbeitet als Betreuer der Jugendgruppe. " Sie führen sozusagen die Tradition ihres Großvaters fort ", erklärte Peter Assel, dessen Vater 1967 die Jugendabteilung der Wehr gegründet hatte. Zwei Mitglieder von damals sind übrigens auch heute noch aktiv. Neben dem 52-jährigen Peter Assel gehört auch Henry Müller dazu.

    Bei der Veranstaltung am Sonnabendnachmittag, die von den Hörsinger Blasmusikanten begleitet wurde, gab es auch eine Reihe von Auszeichnungen und Beförderungen.

    Darüber durften sich Daniel Assel, Tino Maier, René Ludwig, Marcus Wichert und Steffen Fleischhauer freuen. Gewürdigt wurde auch das zehnjährige Dienstjubiläum von Andy Zumker. Die Ehrenspange in Silber der Freiwilligen Feuerwehr Hemsdorf ging an Peter Assel, der nach Aussagen von Bürgermeister Jürgen Wichert " eine Menge Arbeit in die Geschichtsaufarbeitung der Wehr " gesteckt hat.

    Die höchste Auszeichnung des Tages überreichte Kreisbrandmeister Horst Nitzer gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Ulf Nohr. Die Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold ging an den 47-jährigen Wehrleiter Torsten Müller. Er ist seit 19 Jahren Wehrleiter und seit 1970 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hemsdorf. Zur Alters- und Ehrenabteilung gehören übrigens zwei Mitglieder : Hermann Schlüter und der 70-jährige Horst Nich.

    Von den sieben Frauen der Wehr arbeitet eine im aktiven Dienst – Jessica Walkowiak.

    Bürgermeister Jürgen Wichert erklärte, dass die Wehr inzwischen gut ausgestattet ist. " Wenn wir das Niveau was wir jetzt haben in den nächsten 20 Jahren so halten, können wir zufrieden sein ", erklärte er.

    Noch in diesem Jahr werden hinter dem Gerätehaus Stellflächen für Fahrzeuge errichtet. Da die Gemeinde kein Geld hat, erhalten die Kameraden nur die Materialkosten für das Pflaster. Für die entsprechenden Tiefbauarbeiten werden die Feuerwehrmänner von den beiden Landwirten Günther Lauenroth und Kurt Lahmsen unterstützt. Mitte Oktober soll mit dem Auskoffern der 200 Quadratmeter großen Fläche begonnen werden. Ohne die Eigenleistungen hätte der Parkplatz der Gemeinde rund 20 000 Euro gekostet.