Oschersleben. Mit jeweils einem weinenden und einem lachenden Auge sind gestern Nachmittag sechs Auszubildende auf dem Hof der Berufsbildenden Schulen Oschersleben ( BbS ) aus einem Kleinbus gestiegen. Gelacht haben sie, weil sie wieder zu Hause waren und geweint, weil ihr Schweden-Abenteuer zu Ende war.

Zwei Wochen waren Lucas Karlowski, Timon Sorge, Marius Kerger, Martin Kosinski, Philipp Schmidt und Christoph Enke mit ihren Lehrern Karl-Heinz Frick und Manfred Koszowski im schwedischen Filipstad. Sie haben dort diese 14 Tage mit Gleichaltrigen verbracht, haben gemeinsam mit ihnen gelernt, gearbeitet und gelebt. " Das war ein tolles Erlebnis ", waren sich die jungen Männer einig. Beeindruckt waren sie nicht nur von der Landschaft in Schweden, sondern vor allem von der Mentalität der Leute. " Die Schweden sind offener und gelassener als die Menschen hier ", waren sich die Schweden-Reisenden einig, die im Metall- und im Elektrobereich ausgebildet werden und es in Schweden auch mit Berufsschülern aus diesen Bereichen zu tun hatten.

Gleich nach der Ankunft per Auswertungsbogen nach ihren Eindrücken befragt, haben sich die BbS-Schüler fast durchgängig positiv über die Vorbereitung und den Verlauf des Schwedenaufenthalts geäußert. Wie die meisten von ihnen sich auch sicher sind, dass diese Reise für ihre berufliche und vor allem für ihre persönliche Entwicklung wertvoll war. " Wir freuen uns schon jetzt auf den Gegenbesuch der Schweden ", waren sich die sechs abermals einig.

Dieser Gegenbesuch fi ndet im April statt. Dann kommen genau die schwedischen Berufsschüler für zwei Wochen nach Oschersleben, bei denen die BbS-Schüler in Schweden gewohnt haben.

Seit 14 Jahren organisiert die Oschersleber Europaschule diesen deutsch-schwedischen Austausch und wird dabei vor allem vom Land, vom Förderverein der Schule und von der Krottorfer E. ON-Avacon-Ausbildungsstätte unterstützt.