Schermcke ( yhe ). Die St. Stephanus Kirche in Schermcke ist wahrlich ein architektonisches Kleinod. Eine erste Erwähnung fand die Kirche bereits 1265, die heutige Bebauung geht auf das Jahr 1560 zurück. Und damit auf die Blütezeit derer von Asseburgs. Ein außergewöhnlicher Altar und eine Herrschafts- oder Patronatsloge zieren ebenso die Kirche. Doch St. Stephanus ist in die Jahre gekommen und macht nicht nur der Kirchengemeinde um Pfarrerin Helga Pötzsch große Sorgen.

Balken stürzte

in Patronatsloge

Das Dach der Kirche muss dringend saniert werden. Im Bereich der Patronatsloge war bereits 2007 ein Balken eingestürzt und die Decke heruntergekommen. Daraufhin gab die Kirchengemeinde ein Gutachten zur Untersuchung der Fußpunkte des Dachstuhls in Auftrag. Im Ergebnis musste festgestellt werden, dass umfangreiche Schäden vorliegen. Der Architekt Dr. Berthold Heinecke geht davon aus, dass sämtliche Fußpunkte zerstört sind, ebenso wie die Schwellen. Wo die Ursachen für die Schäden liegen, konnte noch nicht herausgefunden werden.

Wenn jetzt von der Dachsanierung die Rede ist, dann muss ein erster Schritt die Sanierung des Dachstuhls sein. Diese Arbeiten wären Bestandteil eines ersten Bauabschnittes. Die Dachsanierung in zwei Abschnitten zu planen, war ohnehin aus f nanziellen Gründen notwendig.

Spendenkonto

ist eingerichtet

Sowie alle Fördermittelzusagen vorliegen, könnten die Sanierungsarbeiten beginnen. Die Projekte sind erarbeitet.

Im ersten Bauabschnitt wird die Dacheindeckung im Bereich der Fußpunkte in einer Breite von etwa zwei Metern aufgenommen. Die Fußpunkte sind dann sichtbar und können repariert werden. Neue Stichbalken und Schwellen sollen ebenso eingesetzt werden, wie eine Reparatur der Mauerkrone vorgenommen wird. Wichtig ist auch, dass, wenn das Dach wieder geschlossen wird, ein größerer Dachüberstand entsteht. Derzeit fällt dieser etwas knapp aus. Geplant ist für den ersten Bauabschnitt, dass auch der Giebel über dem Chor verputzt wird. Und zieht man dann einen Strich unter die Vorhaben, steht am Ende eine Summe für diesen Abschnitt von 128 500 Euro. Um diese Summe untersetzen zu können, kommt das Geld von verschiedenen Stellen, wurden Fördermittelanträge gestellt. Eine Zusage von Lotto-Toto über 38 000 Euro liegt bereits vor. Fördermittel aus dem Dorfentwicklungsprogramm in Höhe von 20 000 Euro wurden auch beantragt, aber bislang fehlt der Bewilligungsbescheid. Aus dem Baulastfonds des Kirchenkreises Egeln sollen 59 000 Euro fießen. Bleiben unterm Strich 11 520 Euro als Eigenmittel, die die Kirchengemeinde selbst aufbringen muss.

Vereine ziehen

an einem Strang

Und in dieser Hinsicht haben sich in Schermcke, nachdem ein Spendenkonto eingerichtet wurde, gleich mehrere Initiativen entwickelt, und etliche Spenden sind bereits eingegangen. Erwähnung soll hier die Aktion von Bürgermeister Peter Predel fnden, der sein 30. Dienstjubiläum gefeiert hat, auf Geschenke verzichtete und stattdessen um Spenden für die Kirche bat. Immerhin kamen so 1000 Euro zusammen.

Um das Spendenkonto weiter anwachsen zu lassen, ziehen auch die Vereine des Ortes an einem Strang. So veranstaltet der Sportverein am Sonnabend, 1. August, ein Benef zspiel für die heimische Kirche.

Höhepunkt der Aktionen wird am 29. August ein großes Sommerfest aller Vereine rund um St. Stephanus sein. Alle Einnahmen dieses Festes f ießen schließlich auf das Spendenkonto.

" Wir sind dankbar über jede noch so kleine Spende ", sagt Pfarrerin Helga Pötzsch und verweist an dieser Stelle auf das Spendenkonto. Empfänger der Spenden ist das Kirchliche Verwaltungsamt Wanzleben mit der Kontonummer : 3030006467, Bankleitzahl 81055000, Kreissparkasse Börde. Als Verwendungszweck sollte Schermcke, Dachsanierung, angegeben werden. Spendenquittungen werden erteilt, wenn auf der Überweisung die Anschrift des Spenders steht.