Total begeistert waren die Sprösslinge der Kroppenstedter Kindertagesstätte " Rasselbande " vom Mittelalter, das sie im Rahmen eines Projektes kennengelernt hatten. Das demonstrierten sie auch, als sie am Mittwoch zu einem bunten Mittelalterfest eingeladen hatten.

Kroppenstedt. Auch die Zeit des Mittelalters ging an Kroppenstedt nicht spurlos vorbei. Dass das Mittelalter bis heute seinen Reiz hat, bewiesen in den vergangenen Tagen auch die Sprösslinge der Kindertagesstätte " Rasselbande ". Sie hatten sich die Theaterpädagoginnen Mareike Greb und Christiane Schindler eingeladen, um mit ihnen einen Ausfug in längst vergangene Zeiten zu unternehmen. Auch die Schüler der gar nicht weit entfernten Grundschule nahmen sie auf ihrem Ausf ug mit.

Los ging es bereits am Montag mit zünftigen Ritterspielen in der Grundschule, bei denen auch die vier- bis sechsjährigen " Rasselbanden " -Kinder mitwirkten. Dabei wurden sie auch zu Rittern und Knappen geschlagen.

" Seid gegrüßet ", hieß es dann am Mittwochnachmittag, als die " Rasselbande " zu einem Mittelalterfest auf das Kindergartengelände eingeladen hatte. Selbstverständlich hatten sich die Sprösslinge auch traditionell gekleidet. Und wer kein Prinzessinnenkleid oder Ritterkostüm gefunden hatte, trug einfach einen Überwurf aus Sackleinen. " Wir wünschen uns ganz viel Bewegung auf unserem Spielplatz, tauschen Sie die Plätze und probieren Sie aus, was sie schon lange nicht mehr gemacht haben ", motivierte Kindertagesstättenleiterin Angela Dannenberg die Eltern und die anderen Gäste zum Mitmachen.

Doch zunächst war erst einmal Stillsitzen und " Handklappern " angesagt. Die Kinder gaben einen Einblick, was sie in den Tagen zuvor gelernt hatten. Sie spielten auf selbst gebastelten Schalmeien, erklärten singend, wie man früher Dinge beim Namen nannte. Gelernt hatten sie aber auch, was die Bauern früher alles ertragen mussten.

Und sie waren feißig wie die Bauern, sie hatten getöpfert, geflzt, Strohpuppen gebastelt und auch Brot gebacken. Mal ganz davon abgesehen, dass auch Speisen von einst auf dem Speiseplan standen. Die Basteleien waren dann auch an den Ständen auf dem Mittelaltermarkt ausgestellt. Eine Fotoausstellung und ein Film sowie eine Ausstellung mit alter Garderobe und Accessoires von früher ermöglichten ebenfalls einen Blick in die Vergangenheit. Bei Spielen von einst wie Sackhüpfen und Hüpfkästchenspielen konnte jeder sein Geschick beweisen.

Natürlich wurde auch bei der Verpfegung an diesem Nachmittag nicht vor dem Mittelalter haltgemacht. So wurden beispielsweise schwarzes Moorwasser, heute besser bekannt als Kaffee, Dünnbier und Met serviert.

Und so dürfte auch ein zünftiger Start in die Festwoche gelungen sein, die Kroppenstedt nun 1075 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung noch bis Sonntag, 5. Juli, mit vielen Höhepunkten begeht.