In einem Bündnis für Familien wollen sich am kommenden Sonnabend Sozialverbände, Kirchengemeinden, Organisationen, Vereine und Sponsoren zusammenschließen und sich gemeinsam für eine familienfreundliche Stadt einsetzen. Das Motto : Nur wo Familien sich wohlfühlen und eine Zukunft für sich sehen, kann eine starke Gemeinschaft entstehen. Zunächst sollen Familientage in Wanzleben organisiert werden.

Wanzleben. Das Programm für das erste Familienfest in Wanzleben und die Gründungsveranstaltung für das Bündnis für Familien steht fest. Am Sonnabend soll ab 10 Uhr das soziale Projekt in der Kirchstraße 9 auf dem Gelände der evangelischen Kirchengemeinde starten.

Bereits im Vorfeld hatten sich Vertreter von Sozialverbänden ( AWO, Volkssolidarität, DRK ), der evangelischen Kirche, der Sekundarschule, des Gymnasiums, der Wohnungsbaugesellschaft sowie der Leiterin des Amtes für Soziales der Stadt Sylvia Dammering und der Mitarbeiterin des IBA-Büros Dr. Babette Scurell auf das Programm geeinigt. Mit dabei ist auch die Volksbank Börde-Bernburg eG, die sich an dem Projekt nach Aussagen ihres Vertriebsleiters Dennis Schulze beteiligen möchte.

Seit dem Jahr 2003 beschäftigt sich die Stadt Wanzleben im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau 2010 mit dem Thema " Urbane Familienfelder – die Stadt als Familie sehen ". Die Gründung eines Bündnisses für Familien ist nun eine Konsequenz bisheriger Bemühungen und Voraussetzung dafür, die Leistungsfähigkeit aller Akteure für eine familienfreundliche Stadt als attraktiven Wohnort zu erhöhen, erklärt Amtsleiterin Sylvia Dammering in eine Pressemitteilung.

Im Mittelpunkt der Arbeit des lokalen Bündnisses werde die Vernetzung von Eltern, Bildung, sozialem Bereich, Wirtschaft, Kultur, Verwaltung und Politik stehen. Die Gründungsmitglieder sehen die Familienfreundlichkeit als wesentlichen Standortfaktor an, der durch sie beinfussbar ist. Das Motto lautet deshalb : " Nur wo sich Familien wohlfühlen und eine Zukunft für sich sehen, kann eine starke Gemeinschaft entstehen. "

Von Anfang an wolle sich das Bündnis konkrete Aufgaben stellen, um Schritt für Schritt spürbare Verbesserungen in der Lebensqualität zu erreichen. Dazu gehöre zum Beispiel die Unterstützung des Vereins " Burgkrümel ", einer Elterinitiative, die im Volkspark einen Spielplatz für Jung und Alt errichten möchte. Der Grundstein werde damit gelegt, die verschiedenen Angebote der Bündnispartner, aber auch weiterer Vereine und Institutionen für Beratung und Fürsorge, für Freizeit, Sport und Kultur bekanntzumachen, aufeinander abzustimmen, durch Kooperation attraktiver zu machen und durch Vernetzung der Kräfte vielleicht auch neue Angebote zu schaffen. Der erste Schritt dazu ist die Organisation von Familientagen. Hier sollen sich Familien begegnen und in Gesprächen auf verschiedene Angebote aufmerksam gemacht werden. Später wolle das Bündnis die Informationen auch im Internet und in Papierform zusammenstellen.

Die Gründungsurkunde soll auch im Beisein von Landesminister Karl-Heinz Daehre und Staatsekretärin im Ministerium für Gesundheit und Soziales Prof. Christiane Dienel unterzeichnet werden.