In der Oschersleber Breitscheidstraße ist mit der Befestigung eines gut 300 Meter langen Weges begonnen worden, den künftig vor allem Radfahrer nutzen werden. Eine Bürgerinitiative hatte nicht zuletzt mit einer Unterschriftensammlung diesen Weg gefordert.

Oschersleben. Die ersten 50 Meter haben Detlef Heimlich und Manfred Duderstadt so gut wie fertig. Und auch die restlichen 250 Meter werden die Mitarbeiter des Oschersleber Baubetriebsamtes gemeinsam mit Kollegen noch vom Splitt befreien und mit Bitumen befestigen. So dass es künftig in der Breitscheidstraße von der alten Brauerei in Richtung Schwimmbad Radfahrern wieder möglich sein wird, fern der Holperstraße vorwärts zu kommen. " Bis zur Eröffnung des Freibades am 25. Mai wird der Weg fertig sein ", sichert der neue Oschersleber Baubetriebsamtsleiter Steffen Czerwienski zu.

Worüber sich nicht zuletzt Susanne Staatz und Norbert Stiller freuen. Denn die beiden hatten unter anderem mit einer Unterschriftensammlung solch einen Weg gefordert. Und zwar nachdem im Herbst vergangenen Jahres ein an dieser Stelle vorhandener Behelfsradweg platt gemacht und mit reichlich Splitt in einen langgezogenen Parkplatz umfunktioniert worden war. Von Stund an blieb den Radfahrern nichts weiter übrig, als entweder auf dem Kopfsteinpfaster der Straße zu fahren oder verkehrswidrig auf dem Fußweg gegenüber, der noch dazu ein sehr unübersichtlicher Fußweg ist.

Beides war nach Meinung von Susanne Staatz und Norbert Stiller " viel zu gefährlich ". Und zwar nicht nur für die kleinen und großen Radfahrer des Wohngebietes auf dem Weg in die Stadt und zurück, sondern auch für die anderen kleinen und großen Oschersleber, die im Sommer mit dem Rad zum Schwimmbad fahren.

Diese Gefahr vor Augen, haben Susanne Staatz und Norbert Stiller mehrere Hundert Unterschriften gesammelt und im Stadtrat beziehungsweise dessen Ausschüssen vorgesprochen. Sie haben gefordert, dass die Parkflächen verschwinden und dass Radfahrer diesen Bereich wieder nutzen dürfen. Mit Erfolg, wie sich nun zeigt. Denn in dieser Woche wurde mit den Bauarbeiten begonnen, wovon sich Susanne Staatz und Norbert Stiller auch gleich an Ort und Stelle überzeugt haben.

Wobei dort kein genormter Radweg entsteht, der auch nicht als solcher ausgeschildert sein wird und für den die Stadt je nach Variante 30 000 bis 70 000 Euro hätte ausgeben müssen. Vielmehr beseitigen jetzt eigene Mitarbeiter den Splitt und bringen Bitumen drauf, was lediglich Materialkosten von etwa 7 000 Euro verursacht.

" Wir freuen uns und möchten uns bei der Stadt bedanken. Wir sind mit dieser Variante zufrieden. Wichtig ist, dass der Weg befestigt wird, hier keine Autos mehr stehen und der Weg damit von Radfahrern genutzt werden kann ", so Susanne Staatz und Norbert Stiller, für die allerdings damit in Sachen Radwege noch längst nicht alles erledigt ist : " Wir hoffen natürlich, dass in den nächsten Jahren in Oschersleben noch viel mehr für Radfahrer getan und Oschersleben zu einer fahrradfreundlichen Stadt wird. "