Vor allem die Zahl der Wildunfälle macht den Polizisten im Revierkommissariat Wanzleben zu schaffen. Jeder fünfte Zusammenstoß wurde durch einen Wildwechsel auf den Straßen der Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben verursacht. Außerdem kamen bei Verkehrsunfällen drei Menschen ums Leben – ein Rad-, ein Motorrad- und ein Autofahrer.

Wanzleben. Die Hauptunfallursache im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft " Börde " Wanzleben war im vergangenen Jahr der Wildwechsel. Jeder fünfte Zusammenstoß ist darauf zurückzuführen, teilte Polizeioberkommissar Frank Melchert vom Verkehrsdienst des Revierkommissariates Wanzleben mit. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 130 Wildunfälle von insgesamt 667 Zusammenstößen. Die meisten Wildunfälle ereigneten sich im Bereich der VGem auf der Landstraße 77 zwischen Eggenstedt und Seehausen. Hier registrierte die Polizei sechs Wildunfälle. Auch zwischen Wanzleben und Bottmersdorf auf der B 180 gab es im vergangenen Jahr gehäuft Wildunfälle. Auch die Landstraße 46 zwischen Domersleben und Wanzleben wird in Bezug auf Wildunfälle von Revierkommissariatsleiter Bernd Kelle als gefährlich eingestuft.

Nach seinen Angaben nahm die Anzahl an Verkehrstoten im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft " Börde " leicht ab. Während im Jahr 2007 vier Menschen bei Verkehrsunfällen in dem Bereich ums Leben kamen, waren es im vergangenen Jahr drei. " Natürlich ist jeder einer zu viel. Ich kann mich noch an meine Zeit als Einsatzleiter für Wanzleben erinnern, da gab es Anfang der 90 er Jahre teilweise 16 Verkehrstote pro Jahr ", erklärt Bernd Kelle.

Zwei der drei tödlich verletzten Unfallopfer waren an den Zusammenstößen allein beteiligt. So stürzte in Seehausen ein Radfahrer auf dem Radweg und verstarb noch am Unfallort. In dem anderen Fall war ein Autofahrer zwischen Hohendodeleben und Domersleben in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen und mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum geprallt. Der Mann wurde per Rettungshubschrauber noch ins Krankenhaus gebracht, erlag dort aber seinen schweren Verletzungen.

Tragisch endete die Fahrt eines 21-jährigen Motorradfahrers auf der B 246 a in Höhe des Abzweiges Meyendorf. Hier war der junge Klein Germersleber nach einer lang gezogenen Kurve mit seiner Maschine gegen ein entgegenkommendes Auto geprallt und tödlich verletzt worden. Die beiden Insassen des Fahrzeugs im Alter von 17 und 18 Jahren wurden schwer verletzt.

Vor allem die Altersgruppe der 18- bis 21-J ährigen ist auch die, die den Beamten Sorgen bereitet. Mit 61 Unfallverursachern gehörte sie 2008 zur zahlenmäßig stärksten Personengruppe in der Unfallbilanz. Danach folgen gleich die 45- bis 50-J ährigen mit 56 Beteiligten und die Altersgruppe der 21- bis 25-J ährigen mit 55 Beteiligten. " In diesen Altersgruppen haben wir auch einen Anstieg festgestellt ", erklärt Frank Melchert vom Verkehrsdienst. Im Zusammenhang mit der Unfallursache überhöhte Geschwindigkeit ( 63 Unfälle ) kündigte Revierkommissariatsleiter Bernd Kelle für dieses Jahr auch verstärkt Kontrollen an.