" Börde-Perle " lautet der Titel unserer Serie, in der wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, interessante Ziele, touristische Perlen vorstellen, die für viele Bewohner im neuen, nun größeren Landkreis bisher eher im Verborgenen glänzen. Heute : Das Börde-Museum in Ummendorf.

Ummendorf. Es fällt schwer, aus der Fülle an Veranstaltungen, die das Börde-Museum über das ganze Jahr verteilt anbietet, die redensartlichen Rosinen herauszupicken. Denn allesamt sind sie immer wieder besondere Ereignisse, was nicht zuletzt an der Art und Weise der Präsentation liegt : von langer Hand her vorbereitet, fachlich fundiert und doch liebevoll inszeniert. Das gilt für die Ausstellungen ebenso wie für die Einzelveranstaltungen und natürlich auch die großen Wochenend-Spektakel. Stets merkt man, mit welcher Intensität und Leidenschaft die Mitarbeiter um Museumsleiter Dr. Thomas Ruppel zu Werke gehen.

So ist sich zum Beispiel der Chef selber nicht zu schade, bei der " Kräuter im Topf " - Reihe die Küchenschürze umzubinden, zum Handwerkermarkt Kastanien in der Pfanne zu rösten oder sich beim Oldtimer-Treffen auf sein altes Motorrad zu schwingen, um ein paar Runden um die Ummendorfer Burg zu drehen. Einen aufblühenden Museumsleiter erlebt man auch zu jeder Ausstellungseröffnung, wenn er informativ und gern mit unterlegtem trockenen Humor zum jeweiligen Thema spricht.

Die nächste Gelegenheit dazu ergibt sich am 6. April, wenn Thomas Ruppel – traditionell übrigens an einem Montag – um 19 Uhr die neue Sonderschau freigibt, Titel : " Es werde Licht ! Ein Streifzug durch die Geschichte von Licht und Feuer ". Derzeit sind im Museum noch die Ausstellungen " Hin und her – Dörfliche Mobilität " ( bis 15. März ) sowie " Ausgehamstert ?! Macht sich der Feldhamster vom Acker ?" ( bis 26. April ) zu sehen.

Die erste Großveranstaltung des Jahres im Burghof ist abermals den historischen Fahrzeugen vorbehalten : Das nunmehr 13. Oldtimer-Treffen wird am 9. und 10. Mai stattfnden und ganz sicher wieder etliche Hundertschaften begeistern.

Wer es eher etwas ruhiger mag, ist bei " Kräuter im Topf " genau richtig aufgehoben. Die Reihe – Auftakt : am Sonntag, 15. März, 12 Uhr – betört fast im wahrsten Sinne des Wortes, denn Aromen und Geschmäcke nebst raff nierten Rezepten sind Herz und Seele dieser Freiluft-Kochstunden.

A propos Kräuter : Ein echter Hingucker mit Verweilgarantie ist der Kräutergarten des Börde-Museums, der sich weitläufg auf dem Außenring der Burg entfaltet und mehr als 400 Pf anzenarten beheimatet.

Die Erkundung der Kräuterwelt entlang der Burgmauer lässt sich prima mit einem spontanen Museumsbesuch verbinden. Denn freilich lohnt sich ein Abstecher in die Ummendorfer Meyendorffstraße nicht nur zu den besonderen Anlässen. Die Geschichte der teilweise 900 Jahre alten Burganlage kann dabei nachvollzogen werden – und nicht zuletzt ist die Dauerausstellung ein überaus informativer Zeitspiegel. Geöffnet ist das Börde-Museum dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr.

www. boerde-museum-burg-ummendorf. de