Anlässlich des " Tages des Wassers " erinnerte gestern der Trink- und Abwasserverband Börde an die gute Qualität seines Trinkwassers. Aufmerksamkeit bekam die Aktion dank der 100 Wassereimer auf dem Oschersleber Marktplatz.

Oschersleben. Feucht-fröhlich – im wahrsten Sinne des Wortes – wurde gestern die Wasserbar des Trink- und Abwasserverbandes ( TAV ) Börde eingeweiht. Trotz Regenwetters hatte der Verband anlässlich des " Tages des Wassers " gemeinsam mit dem Gesundheitsamt einen Informationsstand auf dem Oschersleber Marktplatz aufgestellt und diese Aktion sogleich genutzt, um die neue selbstgebaute Bar auszuprobieren. " Aus dem Hahn kommt natürlich nur unser Wasser ", sagte TAV-Geschäftsführerin Vinny Zielske augenzwinkernd und zeigte auf die Leitung, die vom Boden aus in der Bar endete.

" Das Trinkwasser ist qualitativ sehr gut ", betonte in dem Zusammenhang Petra Wasser, die als Hygieneinspektorin beim Gesundheitsamt regelmäßig Proben untersucht. Sie weiß, dass im Gegensatz zu anderen Ländern beispielweise das heimische Wasser nicht gechlort werde. Der TAV Börde habe eher damit zu kämpfen, dass die Verbraucher zu sehr sparen. " Das Wasser verliert an Qualität, wenn die Verweildauer in den Leitungen zu lang ist ", verdeutlichte Petra Wasser. Deshalb müsse der TAV beispielsweise die Rohre spülen, um den Wasserfluss in Gang zu halten und die vom Amt bescheinigte Qualität zu gewährleisten. Die Bewohner des Bördekreises könnten also mit ruhigen Gewissen das kühle Nass, das übrigens größtenteils aus Colbitz stammt, trinken. " Das Wasser ist für den täglichen Genuss gut geeignet ". Das ließen sich gestern Vormittag die Passanten nicht zweimal sagen und kosteten gern die klare Flüssigkeit, die wahlweise mit und ohne Sprudel von TAV-Wassermeister Holger Kahmann gezapft wurde.

Besonders gut kam die kleine Erfrischung bei den Kindern der St .-Martin-Grundschule an. Die Zweitklässler waren mit ihrer Lehrerin Christa Kramer zum Marktplatz gekommen, um sich von den Fachmännern und -frauen über das Trink- und Abwasser sowie den Wasserkreislauf zu informieren. Dabei betonte Zielske, dass Wasser ein Naturgut sei, " das im Gegensatz zu Öl und Kohle nicht verbraucht, sondern gebraucht wird ".

Ihr bisheriges Wissen konnten die Mädchen und Jungen zudem in einem kleinen Test beweisen, mit dem die TAV-Mitarbeiter am Aktionstag auch die erwachsenen Barbesucher konfrontierten. " Was kostet ein Kubikmeter Trinkwasser ", lautete eine Frage, die meist " zu hoch beantwortet wird ", berichtete Vinny Zielske. Deshalb hatte sie mit ihrem Team für diese Aufgabe 100 Wassereimer auf dem Marktplatz postiert. " Wir wollen den Leuten bildlich vor Augen führen, wie viel 1 000 Liter eigentlich sind, und das sie dafür nur 1, 17 Euro bezahlen ", erklärte die TAV-Chefin. Es sei also für den Geldbeutel besser, " unser Wasser aus dem Hahn zu trinken ".