Die Vorbereitungen für den Umbau des Wanzleber Bahnhofes zum "Sozialen Zentrum" laufen bereits auf Hochtouren. Seit einigen Tagen sind die Bauzäune aufgestellt. Richtig los gehen soll es jedoch erst Ende Mai, teilte Wobau-Geschäftsführer Rainer Lippelt mit. Bis zum 15. Oktober soll der Umbau abgeschlossen sein. Dann soll das DRK als Hauptmieter mit der "Wanzlebener Tafel", der Kleiderkammer und einer Beratungsstelle auf rund 400 Quadratmeter Nutzfläche einziehen.

Wanzleben. In den nächsten Tagen werden zu den Bauzäunen auch Gerüste aufgestellt, kündigte Wobau-Geschäftsführer Rainer Lippelt an. "Dann gehen die Bauarbeiten richtig los. Zurzeit laufen noch die Vorarbeiten", erklärt er. Das ehemalige Bahnhofsgebäude, das vor acht Jahren außer Betrieb genommen wurde, müsse zunächst entkernt werden. Baustart ist Ende Mai. Damit hat sich dieser um etwa einen Monat nach hinten verschoben. Jüngst beim symbolischen Spatenstich-Vorort-Termin mit Landesbauminister Karl-Heinz Daehre am 8. März war seitens der Planer noch der Termin 26. April genannt worden. Der Fertigstellungstermin am 15. Oktober soll laut Lippelt trotz der Verzögerung gehalten werden.

Die Gewerke sollen ab Ende Mai parallel arbeiten. So rücken neben den Heizungsbauern, die eine Wärmepumpe einbauen sollen, auch gleichzeitig die Dachdecker und Trockenbauer an. Sie alle bauen den ehemaligen Bahnhof zum "Sozialen Zentrum" um. Der Hauptmieter wird ab Mitte Oktober das DRK sein. Mit dem Kreisverband ziehen auf rund 400 Quadratmetern Fläche verschiedene Einrichtungen wie die "Wanzlebener Tafel", die Kleiderstube und eine Beratungsstelle ein. Damit lösen sich die akuten Platzprobleme der Wanzlebener Tafel, die an ihrem Standort in der Windmühlenbreite aufgrund der hohen Nachfrage derzeit aus allen Nähten platzt.

Neben dem im Erdgeschoss des Hauses geplanten "Sozialen Zentrum" des DRK sollen darüber hinaus in der oberen Etage zwei Wobau-Wohnungen mit jeweils 55 und 75 Quadratmetern entstehen.

Das Vorhaben wird mit rund 405 000 Euro aus dem Programm "Stadtumbau Ost" gefördert. Die Kommune gibt 136 000 Euro dazu. Der DRK Kreisverband Wanzleben investiert für die Einrichtung der Tafel zu den bereits beantragten Fördermitteln bis zu 10 000 Euro Eigenmittel, die zum Teil aus der Weihnachtspendensammlung 2009 stammen.

Die Wobau hatte für den Bahnhof samt Grundstück rund 15 000 Euro an die Bahn gezahlt. Mit dem Kauf des leerstehenden Gebäudes will die Wobau im Auftrag der Stadt als ihre hundertprozentige Tochter mit dem Umbau auch einen städtebaulichen Missstand beseitigen.