Mehr Eigenleistung als gedacht und weniger Förderung als erhofft muss die Harbker Schützengesellschaft für die Sanierung des "Kuhstalls" auf dem Schlosshof einsetzen. Für die bevorstehende Neueindeckung des Daches benötigt man so viele helfende Hände wie nur möglich.

Harbke. Nach einigen Wochen Pause war am vorigen Sonnabend wieder ein größerer Arbeitseinsatz auf dem Schlosshof angesetzt. Gräben für die Wasser- und Abwasserleitungen galt es auszuschachten. Allerdings machte das Wetter dem Ansinnen einen dicken Strich durch die Rechnung. "Dauerregen ließ die Schachtarbeiten regelrecht ins Wasser fallen", berichtet Sieglinde Heinrich, Sprecherin des Schützenvereins. "Ehe man sich versah, waren die Gräben voll Wasser gelaufen und ein Weiterarbeiten war nahezu unmöglich." Dennoch musste man den widrigen Bedingungen trotzen, denn der Aushub dieser Gräben sei von großer Bedeutung: "Die Leitungen müssen verlegt werden, ehe die Dacharbeiten beginnen, weil dann der Platz für das Baugerüst benötigt wird", so Heinrich.

Ab 22. Mai nun werden für die Dauer von zehn Wochen jeden Sonnabend Arbeitseinsätze stattfinden. Sieglinde Heinrich erklärt: "Leider sind dem Schützenverein für die umfangreichen Baumaßnahmen nicht die erforderlichen Fördermittel in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt worden. Deshalb sind erhebliche Eigenleistungen vonnöten. Helfer sind also gern gesehen und immer herzlich willkommen!" Dabei seien nicht nur starke Männerhände gefragt, auch Frauen und Jugendliche können am Sonn-abend mit anpacken – und zwar indem man auf ganz klassische Weise eine lange Reihe bildet. "Es geht darum, die noch verwertbaren Ziegel vom Dach abzudecken. Sie sollen mit möglichst vielen Helfern in Form einer Kette abgenommen und gestapelt werden. Je mehr sich hierfür zur Verfügung stellen, desto kürzer sind die Wege. Werkzeuge müssen nicht mitgebracht werden", erklärt Sieglinde Heinrich. Treffpunkt ist um 8 Uhr, für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Den filigranen Part mit dem Aufbringen der neuen Lattung, Folienbespannung und Eindeckung übernimmt dann eine Harbker Baufirma. Die Schützengesellschaft strebt an, mit der Hofseite schon zum diesjährigen Schützenfest fertig zu sein, damit die Rüstung auf die Rückseite umgebaut werden kann. "Bevor es in der Folge an die Innenarbeiten mit der Heizungsanlage, den Fenstern und Türen und dem Fußboden geht, ist die Schließung des Daches natürlich der wichtigste Bauabschnitt überhaupt. Wir hoffen auf die Unterstützung unserer Harbker Mitbürger an den kommenden Sonnabenden jeweils ab 8 Uhr", sagt Sieglinde Heinrich.