Es ist vollbracht. Trotz einiger Problemchen und vor allem Wetterkapriolen kann der Kultur- und Heimatverein in seinem Jubiläumsjahr das Jubiläums-Pfingstvolksfest als gelungen "abhaken".

Osterweddingen. Das ging ja in diesem Jahr schon gut los: Im strömenden Regen mussten die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins das große Festzelt aufbauen. Ohne Aufschotterung des Festplatzes, der sich an der tiefsten Stelle Osterweddingens befindet, wären die Festgäste wohl im Schlamm versunken, denn der Regen sollte das Fest weiter begleiten.

Gut angekommen war die Idee, mittels Videoleinwand am Sonnabendabend das Endspiel der Fußball Champions League im Festzelt zu übertragen. So war die Tatsache, dass die Band für den Tanzabend, die Biba-Butzemänner, zu spät zum Auftritt erschienen. Sie saßen Stunden in einem Stau fest. Es wurde trotzdem noch ein schöner Abend.

Mit Spannung wurde schließlich das Sonntagsnachmittagsprogramm erwartet. Auch hier gab es ein Jubiläum. Es war die zehnte Vorstellung. Die Spannung im vollen Festzelt erhöhte sich erst recht, weil es einige technische Probleme gab. Doch schließlich konnte die Vorstellung starten. Marco Gundermann und Marzella Fensky führten in bewährter Manier durch das Programm. Ehe es so richtig los ging, erinnerte Marzella Fensky an die Anfänge des Kultur- und Heimatvereins Osterweddingen. "Am 7. Dezember 1990 um 19 Uhr wurde der Verein im "Goldenen Löwen" gegründet. Wir feiern dieses Jahr also 20 Jahre Heimatverein und zehn Jahre unser eigenes Sonntagsnachmittagsprogramm", so die Osterweddingerin. Unter dem Motto: "Ein Traumschiff voller Erinnerungen", eine Kreuzfahrt in die Vergangenheit zu Lande, zu Wasser und zu Luft, schipperten die Darsteller vom Kind bis zum Senior durch die Vorstellungen der Vorjahre und schließlich durch die halbe Welt. Über die Jahre hat sich ein großer Fundus an Kostümen angesammelt, mit jedem Programm kommt etwas dazu oder es werden Kostüme ausgeliehen. Begeistert berichten die Darsteller von ihrem "Bühnenbildner". Patrick Twardawski hat noch immer die Vorstellungen der "Schauspieler" erfüllen können und bringt viele gute Ideen mit ein. Während der Vorstellung hält Hella Dobler die Fäden in der Hand, verfolgt exakt den Ablauf, kümmert sich vor allem darum, dass die Requisiten immer parat stehen und fasst natürlich mit zu.

Doch zurück zum "Traumschiff voller Erinnerungen". Ehe das Traumschiff auf seiner ungewöhnlichen Route von Mallorca über Griechenland, Tunesien nach Hamburg ablegen konnte, machten die Passagiere einen Abstecher nach Berlin. Hier trafen sie den Laierkastenmann und viele andere bekannte Berliner Gesichter, wie den Hauptmann von Köpenick oder Erich Honecker, um unsere Bundeskanzlerin oder gar Prinz Charles und seine Camilla nicht zu vergessen. Selbst der "Telespargel", der Fernsehturm, war vertreten. Schließlich ging es von Berlin mit dem Flieger nach Mallorca, Nacktscanner am Flughafen inklusive. Hier folgte der große Auftritt der Olsenbande, die wollten auch mit. Zu Hause bleiben, mussten die beiden Matroschkas Kalinka und Natascha. Don Quichote und Flamenco-Tänzerinnen begleiteten die Passagiere auf ihrem Weg zum Schiff. Dort war für eine angenehme Reise alles vertreten: Koch, Fleischer samt Schwein, Putzlappenschwader, ein blinder Passagier war ebenso an Bord.

Eine gelungene Reise oder besser ein gelungenes Programm fand wieder den Zuspruch der zahlreichen Zuschauer.

Und weil es ein Jubiläums-Pfingstvolksfest war, gab es 2010 erstmals eine Tombola. Über die Festtage verteilt, wurden insgesamt 1000 Lose ver-kauft und jedes hat gewonnen. Einen tollen Hauptpreis gab es auch: Eine Reise auf einem echten Traumschiff, auf der AIDA. Darüber freute sich Frank Barchet. Eine Ballonfahrt macht Barbara Dittmar und für ein Wochenende ist Editha Bösche mit einem schicken Cabrio unterwegs.

   

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