Ilsenburg. Die Bundesrepublik Deutschland wird im kommenden Jahr wieder Gastgeber des so genannten G 8-Gipfels sein. Noch steht nicht fest, wo der Gipfel stattfinden wird, aber aus dem Harz gibt es schon einen Bewerber - das Ilsenburger "Landhaus zu den Rothen Forellen".

"Ja es stimmt, wir haben uns beworben", bestätigte Hoteldirektor Sebastian Ott auf Volksstimme-Nachfrage. Näher wollte er sich nicht äußern, denn mehr als eine Bewerbung ist das Ganze zunächst nicht. Die guten Erfahrungen, die das Hotel in puncto Sicherheit beim vierwöchtigen Aufenthalt des Filmstabes um Hollywood-Star George Clooney gemacht hat, dürften zu dieser Bewerbung bewogen haben. Auch die Tatsache, dass mit dem Brocken ein Symbol der überwundenen deutsch-deutschen und somit auch der europäischen Teilung buchstäblich vor der Haustür liegt, sollte für die Bewerbung sprechen.

Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke (CDU) hat die Bewerbung des Hotels befürwortet: "Den Vorstoß des Landhauses finde ich gut, denn er ist auch eine Werbung für unsere schöne Stadt. Wenn wir in die engere Auswahl kommen sollten, müsste es eine Bewerbung der ganzen Stadt werden, denn dann wird auch die ganze Welt auf unser beschauliches Städtchen gucken", erklärte Loeffke.

Nach Volksstimme-Informationen haben sich aus Mecklenburg-Vorpommern wieder die Orte Heiligendamm - hier fand 2007 das letzte G 8-Treffen in Deutschland statt - und der bekannte Badeort Binz auf der Insel Rügen als Ausrichter beworben. Auch aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden soll es Interesse geben.

Nach Medienberichten geht Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) davon aus, dass die neue Bundesregierung Ende dieses Monats über den endgültigen Austragungsort des Treffens entscheiden wird.

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