Wernigerode l Ein großes Loch klafft noch vor dem Schiefen Haus in Wernigerode, dort wo bis November die Blumenuhr tickte. Seit der florale Zeitmesser im Herbst beim Bauhof eingelagert wurde, ist es still um die Fläche am Teichdamm geworden.

"Die Blumenuhr wird wieder aufgebaut und in die Gesamtanlage integriert", versichert Gerlinde Brammer vom Wernigeröder Bauamt. Derzeit sei sie aber noch eingelagert, die Reparatur der Technik habe noch nicht begonnen. Die Mechanik der Uhr sei komplett verrostet und müsse technisch überholt werden. Für die Neugestaltung des Geländes laufe derzeit eine Ausschreibung, so Gerlinde Brammer. Bis zum Sachsen-Anhalt-Tag, der vom 18. bis 20. Juli in Wernigerode gefeiert wird, soll das innerstädtische Kleinod an der Rückseite des Rathauses aber fertiggestellt sein. Eine Verzögerung zeichne sich nicht ab.

Um den Verbleib der Blumenuhr hatte es im vergangenen Jahr heftige Debatten im Stadtrat und in der Bürgerschaft gegeben. So war ursprünglich von der Stadtverwaltung vorgesehen, die Uhr in den Garten der Erinnerung im Bürgerpark am Dornbergsweg zu versetzen. Am Schiefen Haus sollte stattdessen eine Freifläche mit Blumenbänken und Granittreppe entstehen (Volksstimme berichtete mehrfach). Der Stadtrat setzte schließlich einen Entwurf durch, der den beliebten Zeitmesser weiterhin auf dem Areal vorsieht.