Tolle Stimmung hat es am Freitagabend beim zweiten Knutfest der Ilsenburger Feuerwehr an der Harzlandhalle gegeben. Kurios war ein Alarm, der die Wehr zum eigenen Feuer rief.

Ilsenburg l Viel Mühe hatten sich die Ilsenburger Brandschützer am Freitag mit ihrem zweiten Knutfest gegeben. Und dieses Engagement, das finanziell der Jugendarbeit zugute kommen wird, hat sich in vielfacher Hinsicht gelohnt. Zum einen wurde der Teamgeist gefestigt, zum anderen war das Organisationstalent der Wehr gefragt und zum dritten musste auch noch kräftig improvisiert werden, denn mit geschätzten 500 Besuchern hatte so recht niemand gerechnet.

Neuer Besucherrekord stellt Organisatoren vor Probleme

"Im vergangenen Jahr waren es etwa 200 Besucher, da war es aber auch wesentlich kälter. Diesmal hatten wir mit etwa 300 Gästen gerechnet", sagte Ortswehrleiter André Münzberg. Die 500 hatten aber auch einen gehörigen Appetit mitgebracht, so dass die eigentlich gut kalkulierten Einkäufe an Würstchen und Getränken knapp zu werden drohten. Aber mit Unterstützung aller Kameraden wurden kurzum noch einige Ilsenburger Märkte leergekauft, so dass am Ende alle satt wurden.

Kurz nach dem Entflammen des Feuers gab es einen großen Lacher. Ein besorgter Anrufer hatte den Feuerwehr-Notruf benachrichtigt, da er ein Feuer an der Harzlandhalle gesehen hatte. Dem Diensthabenden in der Halberstädter Einsatzleitstelle wird ein Stein vom Herzen gefallen sein, als er als Antwort auf seinen Alarm mitgeteilt bekam, dass die Feuerwehr selbst "Verursacher" dieses Brandes war.

Auf einen kuriosen Umstand im Vorfeld des Knutfesten wies der ehemalige Pressesprecher der Ilsenburger Feuerwehr, Wolfgang Pätz, hin. "Wir mussten heute Nachmittag vom Veranstaltungsgelände erstmal eine ganze Menge Hundehaufen entsorgen. Die lagen hier wie gesät", berichtete er. Hundertprozentig war dieses Problem allerdings nicht zu lösen, wie einige Festbesucher feststellen mussten.

Bevor der riesige Weihnachtsbaumhaufen entzündet wurde, ehrte die Feuerwehr diejenigen, die die größten Weihnachtsbäume abgegeben hatten. Platz eins belegte die Familie Mike Schröder, deren Baum stolze 3,41 maß. So um die 2,50 Meter herum maßen dann die Zweit- und Drittplatzierten. Die Familien Schuster und Münzberg sicherten sich diese Titel und bekamen einen flüssigen Preis zum Selberzapfen. Für das kommende Jahr hat die Ilsenburger Wehr bereits die dritte Auflage des Knutfestes angekündigt.

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