Wernigerode (jbs) l Informationen über die Arbeit des Vereins für krebskranke Kinder Harz und Wissenswertes zum Thema Typisierung konnten die Besucher des 3. Harzer Kinderkrebsforums in der Wernigeröder Remise am Freitagabend erfahren. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Aufklärungsarbeit zum Thema Typisierung, Stammzellspende und Transplantation bei Blutkrebs-Patienten.

So konnte Lukas Karau die verschiedenen Möglichkeiten der Typisierung in einem Vortrag erläutern. Mario Scharfe und Horst Riehn sprachen über ihre Erfahrungen als Spender für einen Leukämie-Patienten. Avery Kolle erklärte den Ablauf einer Stammzellen-Transplantation.

"Alle 16 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Blutkrebs", so Kolle. Der Vorsitzende vom Verein für krebskranke Kinder Harz verdeutlichte, dass zu den Betroffenen zahlreiche Kinder und Jugendliche gehören: "Viele benötigen zum Überleben eine Stammzellspende, finden jedoch keinen passenden Spender. Deshalb braucht man viele Typisierte im Kampf gegen den Blutkrebs." Heutzutage sei es einfach und unkompliziert, sich für die Spender-Datenbank registrieren zu lassen: "Wattestäbchen anfordern, Wangenabstrich machen und an die Spenderdatei zurücksenden." Jedoch würden viele Menschen nicht gut genug darüber informiert, was es heißt, typisiert zu sein und was passiert, wenn man gefunden wird und spenden kann - und ebenso nicht wissen, wie es mit den Patienten weitergeht, wenn sie die Stammzellen bekommen.

www.verein-fuer-krebskranke-kinder-harz.de