Ein Geröllfeld bewegt sich, die Hangsicherung in Rübeland wird aufwändiger. Doch der Zeitplan zur Freigabe der Straße soll gehalten werden.

Rübeland l Der Fels an der Straße vom Rübeländer Bahnhof Richtung Goethehaus hat Geduld, die Einwohner am Ende dieser Straße haben sie nicht.

Müssen sie doch weite Umwege in Kauf nehmen oder auf eine Eskorte des Bauhofes warten, um ihrer Arbeit nachgehen und alltägliche Dinge erledigen zu können. Deshalb wird auf das pünktliche Ende der Hangsicherung gehofft. Bisher mit guten Chancen, aber auch mit einem Fragezeichen.

"Wir liegen im Plan, doch es kann jeder Zeit anders kommen, da die Situation am Hang schwieriger wird", informiert Oberharz-Bauhofleiter An- dreas Weingarten. Während die ersten Meter des Hanges relativ leicht zu beräumen gewesen seien, kam es kurz da-rauf dicke: Eine etliche Tonnen schwere Lawine aus Geröll löste sich in etwa 40 Meter Höhe und rutschte Richtung Straße. Doch etwa 25 Meter davor blieb alles liegen. "Das ist gefährlich", sagen Bergsicherer.

"Denn das Gestein kann jederzeit weiter abrutschen, es muss mühselig mit Radlader und Seilen entsorgt werden", erläutert Weingarten, der die gesamte Aktion leitet.

Zuvor schon war ein einzelner, allein etwa zwei Tonnen wiegender Brocken auf die Straße gepoltert. Die Experten fanden außerdem viele aus der Wand gebrochene, erosionsgeschädigte Felsstücke, die nur im Strauchwerk hängen. Sie müssen ebenfalls weggeschafft werden - viel Arbeit für Bergsicherer und Bauhofleute. "Dennoch bin ich zuversichtlich, dass die Straße wie geplant ab 31. März wieder befahrbar ist", sagt Weingarten auf Nachfrage. Er wisse und verstehe, dass die Bürger sehr auf die Freigabe warten, sagt der Bauhofchef: "Wir sind motiviert.".

Bilder