Die Sanierungsarbeiten an der Blankenburger Regensteinsmühle gehen weiter. Jugendliche werden unter Anleitung das obere Mühlrad erneuern.

Blankenburg (jmü) l Ein engagiertes Jugendprojekt wird in Blankenburg fortgeführt: das Sanieren der Regensteinsmühle und des angrenzenden Geländes. Bereits im vergangenen Jahr erfolgten dort umfassende Instandsetzungsarbeiten in einem von der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa) geförderten Projektes beim VHS Bildungswerk. Dabei wurde das Gelände am Fuße der Burgruine Regenstein freigeschnitten und das untere Mühlrad komplett erneuert. Dabei bekamen die Projektteilnehmer in einer interkulturellen Austauschwoche Hilfe von Jugendlichen aus dem französischen Belford, einer Partnerregion des Harzkreises. "Die KoBa, Kreisverwaltung und viele Sponsoren machen diesen Deutsch-Französischen Jugendaustausch auch im dritten Jahr möglich", teilt KoBa-Sprecherin Mandy Bantle mit. "Das Restaurieren der Regensteinsmühle wird fortgesetzt."

Seit Dezember vergangenen Jahres engagieren sich insgesamt zwölf Jugendliche unter fachlicher Anleitung des VHS Bildungswerkes wieder auf dem Gelände - für Kenner schon jetzt ein kleines Juwel der Region. Ziel ist insbesondere die Erneuerung des oberen Mühlrades, die Instandsetzung der Wege und das Erneuern eines Wehrs.

"Bis auf die Welle ist das neue Wasserrad fast komplett vorbereitet und wartet in der Werkstatt auf den Einbau", erläutert Jürgen Beck vom VHS Bildungswerk. "Die Konstruktion des Rades mit knapp vier Metern Durchmesser war eine echte Herausforderung. Von der Bearbeitung der rohen Holzstämme, über den Zuschnitt und die Verklebung haben die Jugendlichen alle Arbeitsschritte selbst ausgeführt".

Die anspruchsvolle Arbeit macht den Jugendlichen Spaß. "Man lernt jeden Tag was Neues dazu", sagt Projektteilnehmer Florian Wulff. Einen Beruf im Holzbereich könne er sich nach den bisherigen Erfahrungen gut vorstellen. Mehrmals monatliches Bewerbungstraining soll neben der praktischen Arbeit bei der Jobsuche helfen. Das Ziel ist ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz am Ende des Projektes. "Bei rund 50 Prozent der teilnehmer hat das im Vorjahr geklappt", zieht Jürgen Beck ein positives Resümee. Solche Erfolge wünsche er sich auch für dieses Jahr. Teil des Konzeptes ist auch der interkulturelle Austausch. Im Mai bauen die Jugendlichen gemeinsam mit französischen Austausch-Schülern das neue Rad in den Felsen ein. Im Sprach-Kurs lernen sie dafür schon fleißig französisch. Im Juni werden sie dann selbst nach Frankreich fahren und dort helfen. "Mal was anderes erleben," freut sich Cindy Tröster auf die Reise und hat sogar beim Laubsammeln im Mühlgraben ein Lächeln im Gesicht.

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