Die Initiative zur Gründung eines Blankenburger Wirtschaftsförder- oder Stadtmarketingvereins erlebt großen Zuspruch. Mehr als 50 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Vereinen kamen zur Auftaktveranstaltung.

Blankenburg l Kräfte bündeln, um die Stadt Blankenburg und ihre Ortsteile noch attraktiver zu machen, besser zu vermarkten und Arbeitsplätze zu schaffen. Das sind nur einige Ziele, die ein Wirtschaftsförderverein verfolgen sollte - so, wie ihn sich Hartmut Berge vorstellt. Der Leiter der Harz-Kaserne, der auch Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes ist, präsentierte seine Ideen am Dienstagabend im Schlosshotel und war begeistert von der großen Resonanz, die seine Einladung nach sich zog. Mehr als 50 Vertreter aus Industrie, Handwerk, Handel, Politik und Verwaltung folgten seinen Ausführungen, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Die Mehrzahl der Anwesenden erklärte sich spontan zur Mitarbeit in dem noch zu gründenden Verein bereit.

Wie Berge erklärte, gehe es grundsätzlich darum, sogenannte Alleinstellungsmerkmale zu finden, um eine langfristige Marketingstrategie für Blankenburg zu entwickeln. Weitere Ziele seien die Schaffung von Arbeitsplätzen, von kulturellen und sportlichen Angeboten und die Erhöhung des Wohnwerts, um gegen den Trend Jugendliche in der Stadt zu halten. Wesentlich sei, Netzwerke zu schaffen, um zum Beispiel gezielt Firmen nach Blankenburg zu holen, aber auch um selbstbewusst gegenüber Stadtverwaltung, Kreisverwaltung und der Landespolitik aufzutreten und Vereinsinteressen durchzusetzen. Und das parteiübergreifend, so wie es beispielgebend der Verein "Rettung Schloss Blankenburg" praktiziere, in dem er als zweiter Vorsitzender wirke.

Positive Erfahrungen habe der 49-Jährige bereits als stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsfördervereins in Machern bei Leipzig gesammelt. In Blankenburg möchte er lieber in der "zweiten Reihe" wirken, wie er sagte. Allerdings habe er sich auf die Fahnen geschrieben, einen solchen Verein anzuschieben und die Initialzündung zu geben. "Wir müssen das Eisen, das glüht, schnell schmieden, damit wir im Sinne der Stadt vorankommen und eine funktionierende Wirtschaftsförderung entsteht, wie in anderen Städten um uns herum", so Berge.

Die Arbeit eines Wirtschaftsfördervereins sollte seiner Meinung nach auf mehreren Säulen stehen, darunter neben der Wirtschaftsförderung auch das Stadtmarketing, den Tourismus und die Stadtentwicklung unterstützen. Die Stadtverwaltung sieht er dabei als engen Partner.

Weitere konkrete Schritte, unter anderem zur Erarbeitung einer Satzung, zum Festlegen von Arbeitsbereichen und zur Namensfindung sollen im zweiten Quartal unternommen werden. Die Vereinsgründung selbst könnte im dritten Quartal vollzogen werden.

Infos an berge13@web.de

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