Das alte Jahr ging für eine Schülergruppe aus Blankenburg recht abenteuerlich zu Ende. Sie trafen in Spanien Projektpartner aus mehreren europäischen Ländern.

Blankenburg (jmü). Die Schüler der Europa- und Ganztagsschule "August Bebel" erleben seit August 2010 ähnliche Abenteuer wie Gulliver. Die Reiseerlebnisse des Schiffsarztes aus dem weltbekannten Buch von Jonathan Swift sind Grundlage für die Idee des neuen Comenius-Projektes der Schüler. Sie werden für zwei Jahre mit Partnern aus Schweden, Island, Italien, Polen, Spanien und der Türkei zusammenarbeiten.

Das erste Treffen von Schülern und Lehrern aller Länder fand vor kurzem in Cabeza del Buye in Spanien statt. Die Reise von Deutschland über Amsterdam und Madrid war das erste "kommunikative Abenteuer". "Nach vielen aufregenden Erlebnissen im Flugzeug war die Zeit zum Erreichen des Zuges in Madrid ziemlich knapp geworden. Nur leider sahen wir nicht einmal mehr die Rücklichter des Zuges. Denn wir fanden nicht so schnell jemanden, der auch die Fremdsprache Englisch beherrschte", beschrieb Lehrerin Ulrike Sturm die Reise. Und in Madrid dürfen Bahnreisende ohne Fahrkarte erst gar nicht auf den Bahnsteig. Andere Länder – andere Sitten.

Zum Glück "fanden" die Harzer auf dem Bahnhof ihre Projektpartner aus Italien, Schweden und Island. "Wir kannten uns bereits über soziale Netzwerke im Internet. Gemeinsam haben wir unser Reiseproblem gemeistert und etwas verspätet aber glücklich das Ziel erreicht", so Ulrike Sturm.

So lernten sie die Partnerschule kennen und erfuhren bei dem Treffen auch mehr über alle Partner, denn jedes Teilnehmerland stellte sich und die Schule mit einer Power-Point-Präsentation vor. "Dabei haben wir erfahren, dass die erlernte Fremdsprache ziemlich unterschiedlich klingen kann. Trotzdem funktionierte die Verständigung in der internationalen Schülergruppe prima – manchmal auch ganz ohne Worte." Für Jessica, Charline und Carsten aus den Klassen 8 und 9 war der Aufenthalt nicht nur ein besonderes Erlebnis, sondern auch eine große Leistung, denn sie meisterten den Aufenthalt bei ihren spanischen Gastgebern, ohne die Notfallnummer der Lehrer zu benutzen.