Schierke (dl) l Nach dem tragischen Flugzeugabsturz auf dem Brocken haben am Montagmorgen Experten die Schäden an der Wetterwarte genauer untersucht. "Allem Anschein nach konzentrieren sich unsere Schäden allein auf die Windmesstechnik. Am Gebäude selbst sowie weiteren Messaufbauten auf dem Dach sind keine Beschädigungen erkennbar", sagte Wettertechniker Ingo Nitschke. Vorsichtshalber sollen die stählernen Aufbauten auf der gut 20 Meter hohen Wetterwarte in den nächsten Tagen noch von Statikern begutachtet werden. Die Höhe des bei der Kollision mit einem Kleinflugzeug entstandenen Schadens könne noch nicht beziffert werden.

Das Kleinflugzeug vom Typ Cessna war am Freitag gegen 8.35 Uhr bei extrem dichtem Nebel mit der Spitze der Messaufbauten kollidiert und abgestürzt. Dabei waren der 38 Jahre alte Pilot und ein 40-jähriger Passagier tödlich verletzt worden.

"Wir müssen den abgeknickten Windmast und den beschädigten Windmesser ersetzen", präzisierte Nitschke. Bis zur Montage von neuen Gerätschaften müssten Windgeschwindigkeit und -richtung mit Handgeräten erfasst werden. "Wir steigen ohnehin stündlich zur Wetterbeobachtung aufs Dach, nun ergänzen wir das halbstündlich mit Windmessungen", sagte der Wettertechniker. Von der Absturzstelle der Cessna - das Flugzeug war im Brockengarten aufgeschlagen und ausgebrannt - sei gegenwärtig nichts mehr zu sehen: "Wir haben aktuell minus zwei Grad Celsius und fünf Zentimeter Neuschnee", so Nitschke am Montagnachmittag."