Benneckenstein (bfa) l Mit viel Zuspruch ist die erste Lesung aus dem Heimatbuch "Sorge, ein Dorf mitten in Deutschland" aufgenommen worden.

Um die 40 Harzer und Gäste lauschten in der Gaststätte Hexenhaus dem lockeren Vortrag von Susanne Vogel. Sie stellte das von Helmut Vogel vor rund 50 Jahren verfasste und von dessen Sohn Friedrich Vogel in Zusammenarbeit mit Harzer Experten herausgegebene Buch vor. Es lässt die Geschichte des Hüttenortes Sorge seit Kaiser Heinrich I., als das Eisenerz noch im Waldboden steckte, bis in die 1960er Jahre lebendig werden. Zuhörer wie Karin Wedler fühlten sich an die eigene Kindheit erinnert. Mehrfach wurde die Vorleserin gebeten, nicht aufzuhören. So kamen die einstigen Kuhbälle in Benneckenstein ebenso zur Sprache wie das heute noch gepflegte Finkensingen sowie die Stille und die Schönheit der Natur. 1945 waren die Sorger froh, dass sie englisch besetzt wurden, während in Benneckenstein die Sowjetarmee einzog. Die übernahm dann auch Sorge und trieb oft jene 100 struppigen "Russenpferdchen", mit denen sie einmarschiert war, durch den Harzort zur Weide.

Zu haben ist das Buch beim Heimatverein Benneckenstein und im Schreibwarenladen von Ines Lenke.

Ein e weitere Lesung ist am 22. April ab 19.30 Uhr in der Kemenate Wernigerode geplant.