Oft größtenteils unbeachtet, aber sehr aktiv - so sorgt die Braunsdorf-Stiftung seit Jahren rings um Hasselfelde für neues Grün. Jetzt entsteht ein Wald am Hohen Berg.

Hasselfelde l Seit 2012 schon wird für einen ganz neuen Wald am Hohen Berg bei Hasselfelde gearbeitet. Die Stiftung Braunsdorf kaufte neun Hektar plattes Land, um es zu bepflanzen. Gemeinsam mit dem Hartsteinwerk Unterberg als Partner ist die Fläche nun für die Erstaufforstung vorbereitet. Sie soll dieses und nächstes Jahr mit heimischen Baumarten und Sträuchern erfolgen.

Darüber informierte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung "Braunsdorf, Landschaftspflege in Hasselfelde", Dr. Henning Kurth, Oberharzbürgermeister Frank Damsch (SPD) bei einem Kennenlern-Termin vor Ort in Hasselfeldes Feldflur.

Seit 14 Jahren, so wurde deutlich, ist die Stiftung aktiv und hat in der Landschaft um Hasselfelde bereits viele ansehnliche Spuren hinterlassen. So wurde der Stadtwald in den Bereichen Lerchenberg und Rotacker aufgeforstet, kamen in der Feldflur junge Bäume von Wildkirsche, Wildapfel, Weide, Eberesche und Feldahorn entlang der Feldwege in den Boden. So am Junkernberg und Hasenwinkel, an der Zangerwiese sowie zwischen Kahlenberg und Trockenbachstraße.

Die neuen Bäume sorgen nun für mehr Attraktivität und biologische Vielfalt, schätzt Kerstin Rieche, Braunsdorf-Vorstandsmitglied und zugleich Koordinatorin im Landschaftspflegeverband Harz, ein. Selbst der Baumbestand in der offenen Landschaft um Hasselfelde wurde von der Stiftung gestaltet. So auch am Merians-Blick, jener Stelle, an der Künstler Merian die Stadtansicht von 1650 in einem berühmten Kupferstich verewigt hat. Außerdem wurde die Birkenallee nahe Hagenmühle am Pilgerweg der Via Romea und am überregionalen Weg der Deutschen Kaiser und Könige zum Teil erneuert.

Der Bürgermeister zeigte sich in den Gesprächen zu Wald und Baumpflanzung begeistert darüber, dass der Stifter durch seine Aktion einst diese Arbeit ermöglicht hat, und dass aktive Stiftungsmitglieder heute diese wichtige Arbeit leisten. "Sie verbindet Naturschutz mit einer wirtschaftlich-touristischen Aufwertung der Region", so Damsch.

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