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Wernigerode/Köln l "Singen ist meine große Leidenschaft", sagt Nikola Bilsing. Mit ihren Schülern studiert die Musiklehrerin von "Das Wandern ist des Müllers Lust" bis "Hakuna Matata" Lieder aller möglichen Genres ein. Doch insgeheim - abseits der Schwanebecker Sekundarschule - schlägt das Herz der Wernigeröderin für einen ganz anderen Musikstil. "Immer nur `Ännchen von Tharau` geht nicht", sagt die 29-Jährige und lacht. "Ich habe neben der Schule mein eigenes Leben und meine eigene Leidenschaft - und das sind Pop und Soul."

Ihre soulige Seite will Nikola Bilsing am Donnerstag einem Millionenpublikum im deutschen Fernsehen präsentieren. In der neuen Spielshow "Keep Your Light Shining" (zu deutsch: "Lass Dein Licht weiterstrahlen") tritt sie gegen acht Kontrahenten an - allesamt Profimusiker. "Vor drei Jahren habe ich an der Castingshow `The Voice of Germany` teilgenommen. Ich war unter den besten 120", erinnert sie sich. Die taffe Wernigeröderin schied damals zwar aus, doch die Produzenten behielten ihre Kontaktdaten und entschieden sich drei Jahre später, dass Nikola Bilsing gut in ein neues interaktives Spielformat passt.

Als ihr Handy im Januar klingelt, ahnt sie nicht, dass sie in die Fernsehsendung eingeladen wird. "Ich hatte mich ja gar nicht beworben." Nach etwas Bedenkzeit sagt sie zu und nimmt an einem Vorsingen teil, das sie mit Bravour meistert. Seit einer Woche ist sie in Köln, um sich auf die Show vorzubereiten. "Ich hatte Fotoshootings und Gesangstraining. Mit mir wurden kurze Interviewsequenzen aufgezeichnet", berichtet sie. Freunde und Familie unterstützen sie bei der Teilnahme und rühren die Werbetrommel, damit sie so viele Stimmen wie möglich erhält.

Darum geht`s: Neun Kandidaten stehen in einem Kreis und singen gemeinsam einen Song. Derjenige, auf den das Scheinwerferlicht zeigt, hat 30Sekunden Zeit, um die Zuhörer von sich zu überzeugen. Noch während des Songs entscheiden die Zuschauer per App oder im Internet: "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht". Nach jeder Runde scheidet der Kandidat mit den wenigsten Stimmen aus. Nach und nach knipsen die Zuschauer so die Lichter der einzelnen Sänger aus, bis nur noch die besten zwei übrig sind. Der Gewinner erhält 50.000 Euro.

Anders als in einer Castingshow geht es nicht darum, ein großer Star zu werden. "Wäre das anders gewesen, hätte ich nicht noch einmal teilgenommen", betont sie. "Ich werde diesmal als Sängerin in all meinen Facetten einem deutschlandweiten Publikum vorgestellt. Aber nach einer Sendung ist Schluss."

Würde das Format nicht während der Ferien ausgestrahlt, hätte sie abgesagt. "Ich lasse nicht die Schule ausfallen, auch wenn meine Schüler es wahnsinnig cool finden, dass ich teilnehme. Mein Job geht vor." Die 50000 Euro würde sie in das Haus investieren, das sie und ihr Mann in Wernigerode bauen. Auch wenn sie leer ausgeht, wäre sie nicht enttäuscht. "Ich habe tolle Leute kennengelernt, eine hat mit Rod Stewart gesungen. Und ich hatte ein gratis Stimm-Coaching."

Die Aufregung lässt sie sich kurz vor dem großen Auftritt nicht anmerken. "Dabei habe ich ganz schlimmes Lampenfieber. Ich muss mich in 30 Sekunden konzentrieren und trotzdem entspannt bleiben. Ich singe gegen Profimusiker. Ich trete gefühlt nur alle vier Jahre auf." In Zukunft kann sich die Absolventin des Landesgymnasiums für Musik in Wernigerode vorstellen, ab und an auf Hochzeiten eine Ballade zum Besten zu geben. "Aber regelmäßige Auftritte gehen auf Dauer auf die Stimme." Einen Plattenvertrag würde sie ablehnen. "Ab und zu mal ein kleiner Auftritt. Aber wenn es mehr wird, verliere ich den Spaß an der Sache." Für sie steht fest: Es wird ihr letztes Mal in einer Fernsehshow sein. "Am Freitag ist alles vorbei. Dann belohne ich mich mit einem Wellness-Wochenende in Wöltingerode."

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