Fünf Tage nach dem groß gefeierten Theatertag auf der Waldbühne Benneckenstein zeichnet sich die Fortsetzung des Theatervergnügens für 2015 ab. Aus dem Appetithappen soll ein Schmaus werden. Bei Besuchern klingt indes die Premiere noch angenehm nach.

Benneckenstein l Das Vergnügen an hochkarätigem Theater auf der Waldbühne geht weiter. Es soll keine Eintagsfliege bleiben. Darüber hat der Verein Kulturrevier Harz fünf Tage nach der Premiere letzten Sonnabend informiert. "Nach dem Fest, ist vor dem Festival", bringt der künstlerische Leiter des Festes, Vereinschef Janek Liebetruth, die Auswertung auf den Punkt.

Vier Veranstaltungen vom Kinderspaß über Ballett bis zum Schauspiel hatte die Künstlertruppe um Liebetruth Besuchern auf der Waldbühne geboten. Danach wurde bis in die Nacht eine Waldparty gefeiert und getanzt. Die Reaktionen darauf sind auch Tage danach positiv. "Ganz erstaunlich, eine Glanzleistung", sagen zum Beispiel Edith und Dr. Hans-Henning Lippe (Elbingerode). "Das Ballett war Weltklasse, wie man es sonst wohl nur in London oder Paris zu sehen bekommt, wir waren trotz der Kühle den ganzen Nachmittag dabei", so die Lippes.

Für Brigitte Hlawaty (Benneckenstein) war das Ballett "grandios". So ein anspruchsvolles Angebot auf der Waldbühne sei lobenswert. Leider seien Benneckensteiner nicht so zahlreich dabei gewesen. "Ein Experiment, es muss wachsen", sagt sie.

"Tolle Aktion, richtig stark, das habe ich so nicht erwartet", sagt Uwe Lagatz (Wernigerode), der sich "Die Leiden Des Jungen Werther" anschaute. "Wir hätten uns dazu nur eine laue Sommernacht gewünscht, die Kälte war Pech, ansonsten bin ich begeistert", sagt Lagatz.

Sehr angetan von dem neuen Angebot zeigt sich auch Dirk Michelmann (Wernigerode). "Toll, klasse gemacht", resümiert er. Als Verantwortlicher für Planung, Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus bei der Kreisverwaltung Harz will Michelmann nun Möglichkeiten der Unterstützung ausloten. Ein Gespräch mit Liebetruth gab es schon.

Verständigung hat es auch mit Oberharzbürgermeister Frank Damsch(SPD) und Benneckensteins Bürgermeister Hans-Herbert Schulteß (CDU) gegeben. Beide sind begeistert, unterstützten und unterstützen diese Theateraktion entsprechend der Möglichkeiten, wie sie der Volksstimme gegenüber deutlich machten.

Zu dem Ereignis waren neben Harzern auch Gäste aus Bad Sachsa, Braunschweig, Magdeburg, Oschersleben und Nordhausen angereist und sparten nicht mit Beifall. Die ersten Erfahrungen fließen nun ein in die Vorbereitung eines Theater-Natur-Festivals 2015 auf der Waldbühne, so Janek Liebetruth. Voraussichtliches Festivaldatum sind die Wochenenden ab 30. Juli und 7. August. Und natürlich werde gehofft, dass es dann wärmer sein wird als in diesem Jahr.

Das hoffen auch Mathias Becker sowie Jörg Witticke und ihr DLRG-Trupp. Er hat das Programm professionell abgesichert. Auch wenn mancher witzelte, dass die Lebensretter wohl kein Nähzeug parat hatten, als einer Tänzerin beim Auftritt das Korsett platzte.

   

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