Die Saison für die Freibäder der Stadt Oberharz geht zu Ende. Es wurden trotz kühlen Wetters fast überall die durchschnittlichen Zahlen der Vorjahre erreicht - nur in neuer Struktur. Fördervereine in Elend und Rübeland beweisen Lebensfähigkeit.

Stadt Oberharz l Von Badewetter kann die letzten Tage nun wirklich nicht die Rede sein, zumindest für die Freibäder nicht, gibt Thomas Schult im Harzbad Benneckenstein zu.

Der Bäderchef im Tourismus-Eigenbetrieb der Stadt Oberharz rechnet zum Ende der Saison die Ergebnisse zusammen. Es war die erste Sommerbadezeit in einer neuen Struktur: Die Freibäder Elend und Rübeland waren als Vereinsangebote mit Unterstützung der Stadt geöffnet worden, das Freibad Hasselfelde, die Naturbäder Trautenstein und Elbingerode sowie die Schwimmhalle waren als städtisches Angebot geöffnet. Und der Mix hat - nach einem ersten Überblick - funktioniert.

Insgesamt wurden rund 21000 Badegäste in den drei Freibädern und der Schwimmhalle begrüßt, so Schult. Nicht gezählt die Wasserratten an den beiden Naturbadeseen.

Für das Freibad Bodeperle meldet der Vizechef des Fördervereins, Dietmar Wiekert, um die 7000 Besucher. Hochzeit sei Pfingsten gewesen mit allein jeweils 1000 Gästen an zwei Tagen. Insgesamt sei die Saison gut gelaufen. "Nur zum Schluss fehlte die Sonne," so Wiekert. Das beklagt auch Jochen Witzel, Vorsitzender des 70 Mitglieder zählenden Badbetreibervereins in Elend. Dort wurden diesen Sommer 3800 Badegäste gezählt, ein Höhepunkt war das Waldbadfest mit Wasserkistenrennen. Geschlossen werden soll das Waldbad in Elend nächste Woche, wenn nicht noch warme Tage kommen. "Aber danach sieht`s nicht aus", so Witzel.

Für Hasselfelde meldet Thomas Schult 5100 Badegäste - das ist nur etwa die Hälfte der Zahl vom Vorjahr. 2013 waren es noch rund 10 000 Badegäste gewesen. Neben dem zum Teil kalten Wetter hat es in Hasselfelde auch eine Preisanpassung, faktisch einer Erhöhung gegeben, die vielleicht Badefreunde abgeschreckt hat.

Ungebrochen ist der Zulauf in der Schwimmhalle auch im Sommer. Etwa 5000 Besucher haben sich in den drei Sommermonaten im Harzbad getummelt. Das entspreche den früheren Jahren, so Schult. Es ist im Vergleich zum Vorjahr ein Riesenzuwachs. 2013 war das Harzbad vom Stadtrat im Sommer geschlossen worden.