Wernigerode (dl) l Der Zustand der 78-jährigen Frau, die am Dienstagmorgen auf der vierspurigen Bundesstraße 6 bei Heimburg als Geisterfahrerin einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat, ist noch immer kritisch. Diese Einschätzung traf Horst Eberhardt Weichhold, Oberarzt der Klinik für Unfall- und Handchirurgie sowie Orthopädie im Wernigeröder Harzklinikum. Die Blankenburgerin war nach dem schweren Unfall dort operiert worden und wird gegenwärtig auf der Intensivstation weiter medizinisch betreut, teilte ein Kliniksprecher mit. Informationen, wonach die Frau in einer Bernburger Klinik behandelt werde, seien falsch.

Die Frau war am Dienstag gegen 8 Uhr an der B-6-Auffahrt Heimburg nit ihrem VW Polo auf die falsche Richtungsfahrbahn aufgefahren und nach rund 1000 Metern mit einem entgegenkommenden Skoda kollidiert. Während die Insassen des Skoda Superb unverletzt blieben, wurde die Unfallverursacherin in ihrem Wagen eingeklemmt und schwer verletzt.

Warum die Frau auf die falsche Richtungsfahrbahn auffuhr und zur Geisterfahrerin wurde, ist laut Autobahnpolizei gegenwärtig noch unklar. Die Seniorin habe wegen ihres kritischen Zustandes dazu noch nicht befragt werden können, so ein Sprecher der Autobahnpolizei Börde. An beiden Fahrzeugen entstand offenbar Totalschaden - die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf rund 25 000 Euro.