Wernigerode l Die Stadtverwaltung muss für rund 100000Euro Hochwasserschäden in Wernigerode und den Ortsteilen beheben lassen. So schätzt Kai Bleßmann im Wernigeröder Bauausschuss am Montagabend die finanziellen Folgen der heftigen Regenfälle vom 26. und 27. Juli ein.

"Die Stützmauern an der Bielsteinchaussee Richtung Steinerne Renne und im Mühlental am Zillierbach wurden beschädigt und werden im September saniert", informierte Bleßmann die Mitglieder im Bauausschuss am Montag. Der Niederschlag hatte zudem unbefestigte Straßen und Wege am Steinberg, in der Weinbergstraße, am Ottoweg in Schierke, am Schützentor sowie am Stapenberg in Benzingerode und im Erholungsgebiet "Zur Hundemühle" in Minsleben in Mitleidenschaft gezogen.

"Dort wurden die Straßen ausgespült und Wasserrinnen sind entstanden", so der Bauamtsmitarbeiter. In den nächsten zwei Monaten werden die Schäden vom Bauhof und von Fremdfirmen beseitigt. Im Vergleich zu anderen Regionen im Harz sei Wernigerode noch glimpflich davon gekommen, sagte Kai Bleßmann.

Das Hochwasser Ende Juli hatte in Ilsenburg einen Schaden in Höhe von über einer Millionen Euro angerichtet (Volksstimme berichtete). Das Unwetter hatte auch im Nationalpark Harz flächendeckend Spuren hinterlassen. Experten schätzen den Gesamtschaden dort auf mindestens 650000 Euro.

Hochgerechnet seien innerhalb von anderthalb Stunden etwa 230000 Kubikmeter Regen herniedergeprasselt.