Mit einer "Drei Schächte Tour" will der Bergverein zu Hüttenrode die ehemalige Bergwerksregion zwischen Elbingerode und Blankenburg für Touristen noch besser erschließen. Das Konzept stellte Vereinschef Andreas Pawel vor.

Hüttenrode l Der "Bergverein zu Hüttenrode" möchte einen neuen Rad- und Wanderweg einrichten, der entlang dreier ehemaliger Bergbauschächte im Mittelharz führen soll und zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten bietet. Andreas Pawel, Hüttenröder Vereinschef mit dem Titel "Berghauptmann", erläuterte kürzlich das Vorhaben und hatte dazu Vertreter vom Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, der Arbeitsförderungsgesellschaft (AFG) Harz, der Städte Oberharz am Brocken und Blankenburg sowie der Bergbaufreunde Elbingerode in das Zechenhaus, dem Vereinsheim der Hüttenröder, eingeladen.

"Drei Schächte Tour", diesen Namen trägt das Projekt und so soll auch künftig der Rundweg heißen, der fast ausschließlich über bereits vorhandene verschiedene Touristenwege führt. Auf seiner Route werden die drei letzten noch zu DDR-Zeiten fördernden Tiefbauschächte des Mittelharzes durch den gemeinsamen Weg noch einmal miteinander verbunden. Dazu gehören das heutige Besucherbergwerk "Drei Kronen und Ehrt", das Besucherbergwerk Büchenberg und das sogenannte Montaneum Hüttenrode - die ehemalige Eisenerzgrube Braunesumpf.

Ein einheitliches bereits entworfenes Logo soll die Touristen auf ihrem Weg zu den jeweiligen Zielen führen. In das Projekt sollen, so Pawel, die Bergvereine, die Betreiber der Besucherbergwerke, die Stiftung Umwelt-, Natur- und Klimaschutz (SUNK) sowie der Harzklub mit einbezogen werden.

Der Abschnitt A des Rundweges könnte nach den Vorstellungen des Hüttenröder Bergvereins vom Bergwerk Braunesumpf zum Bergwerk Büchenberg führen. Auf dem Abschnitt B geht es dann zum Zentralschacht der einstigen Grube Einheit weiter. Von hier aus führt der Abschnitt C über Elbingerode wieder zurück nach Braunesumpf. Unterwegs gibt es auf allen Abschnitten zahlreiche bergbauhistorische Sehenswürdigkeiten.

Da die Gesamtstrecke wenigstens 30 Kilometer umfasst, wird im Ergebnis der Informationsveranstaltung auch über eine Zweiteilung mit Übernachtung in der Gegend um Elbingerode nachgedacht. Aktuell soll die Route noch einmal "abgewandert" und danach geprüft werden, wie attraktiv sie für die Touristen, vielleicht auch in Verbindung mit der Rübelandbahn, gestaltet werden kann.