Blankenburg (jmü) l Erinnerungen an die Kindheit und an die Jugendzeit sind oft mit Anekdoten und Geschichten aus dem Stadtleben verbunden. Leider verblassen solche Erinnerungen allzu schnell. Denn wer kann sich noch an den Fahrradladen von Hermann Angerstein in der Bäuerschen Straße erinnern oder an den kleinen Laden auf dem Tummelplatz, wo es eigentlich alles gab: vom Nagel bis zur Mausefalle? Ganz zu schweigen von solchen Ereignissen wie dem ersten großen Flugtag in Blankenburg am 28. August 1912 oder der letzten Fahrt der Postkutsche am 30. Juni 1911. Und wer weiß schon, dass der Tabakkonzern Reemtsma in Blankenburg seinen Ursprung hatte sowie der einstige Möbel-Gigant Unger?

Solche "Kleinen Blankenburger Stadtgeschichten" hat einmal mehr der Blankenburger Hobby-Historiker Hans-Jürgen Bösche akribisch recherchiert, aufgeschrieben und in einem neuen Buch für die Nachwelt erhalten. Mit vielen historischen Aufnahmen, aber auch mit aktuellen Bildern, verbunden mit kleinen Geschichten, bringt er den Lesern das historische Blankenburger Stadtleben in beeindruckender Weise näher. Bewährt habe sich dabei auch die Kooperation mit dem Halberstädter Druckhaus, das die ersten Exemplare jetzt ausgeliefert hat. "Dieses Buch wird wohl unter vielen Weihnachtsbäumen seinen Platz als Geschenk finden", ist sich Hans-Jürgen Bösche sicher, der bereits mit seinen "Blankenburger Ansichten" und dem Band über ehemalige Gaststätten viele interessierte Stammleser gefunden hat.

Die "Blankenburger Stadtgeschichten" sind direkt beim Herausgeber Hans-Jürgen Bösche unter Telefon (0 39 44) 6 31 24 oder in der Tourist- und Kurinformation Blankenburg, (0 39 44) 28 98, erhältlich.