Von Julia Bruns

Wernigerode l Heizen wird im laufenden Jahr billiger - auch Mieter in Wernigerode können je nach Wohnungsgröße und Heizungsart mit Rückzahlungen rechnen. "Es war ein warmer Winter, sodass wir davon ausgehen, dass die Heizkostenabrechnungen geringer ausfallen", sagte Christian Linde, der Chef der Wernigeröder Wohnungsgenossenschaft (WWG) auf Volksstimme-Nachfrage. "Teilweise haben unsere Mieter bereits Rückzahlungen erhalten." Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft (GWW) nannte auf Nachfrage keine Angaben zu den voraussichtlichen Heizkosten.

Die Stadtwerke Wernigerode gehen ebenfalls von niedrigeren Verbräuchen aus. "Aufgrund der milden Temperaturen im letzten Quartal 2013 und im ersten Quartal 2014 fiel der Absatz der Stadtwerke Wernigerode für Erdgas und Fernwärme niedriger aus", teilt Pressesprecherin Katja Bröker mit. "Es ist somit aktuell davon auszugehen, dass die Jahresabrechnungen in der Regel niedrigere Verbräuche ausweisen werden."

Die Stadtwerke Wernigerode kalkulieren ihr zufolge die Vorauszahlungen für das kommende Jahr stets auf Basis des letzten Jahresverbrauchs. "Da der Winter 2012/2013 sehr kalt war, der Winter 2013/2014 jedoch eher mild ausfiel, ist daher bei den von den Stadtwerken Wernigerode direkt abgerechneten Kunden tendenziell von einer Rückerstattung auszugehen", so Katja Bröker.

Der bundesweite Heizspiegel 2014 war in dieser Woche vom Deutschen Mieterbund veröffentlicht worden und hatte in einer Hochrechnung Rückzahlungen für Mieter in Aussicht gestellt, egal ob sie mit Gas, Fernwärme oder Öl heizen.