Wernigerode (isi) l Marco Heinemann ist geschockt. Sein Kater "Maulchen" ist vor wenigen Tagen angeschossen worden - vermutlich bei einem seiner Freigänge rund um den Kupferhammer.

Der Wernigeröder habe die Verletzung zuerst nicht bemerkt. "Einige Tage später ist die Wunde an der linken Wange aufgegangen", sagt Heinemann. Der Tierarzt habe den Kater daraufhin untersucht. "Er erklärte mir, dass es sich bei der Wunde um eine Schussverletzung - vermutlich von einem Luftgewehr - handelt. Ich war sehr bestürzt. Mit so einer niederträchtigen Tat habe ich nicht gerechnet. Wer schießt denn auf Katzen?"

Nach dem Arztbesuch sei das achtjährige Tier verstört gewesen und lasse sich nicht mehr streicheln. "Bereits seit dem 21. Oktober verhält sich `Maulchen` ungewöhnlich." Marco Heinemann geht deshalb davon aus, dass der Kater an diesem Tag angeschossen wurde. Inzwischen hat der Wernigeröder Anzeige bei der Polizei erstattet. Wer mit dem Luftgewehr auf Katzen schießt, mache sich strafbar, heißt es auf Volksstimme-Nachfrage aus dem Revierkommissariat. Der Fall wird nun von den Regionalbereichsbeamten und der Kriminalpolizei bearbeitet.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Katzen Opfer von Tierhassern wurden. So versetzte ein unbekannter Schütze vor zwei Jahren die Katzenhalter im Wohngebiet Charlottenlust in Angst und Schrecken (wir berichteten). Mehrfach schlug er damals zu.

Zeugenhinweise unter Telefon (0 39 43) 65 30.