Berlin/Benneckenstein (bfa) l Die Harzer Finkenmanöver haben es auf die nationale Vorschlagsliste für das Immaterielle Kulturerbe der Weltkulturorganisation Unesco geschafft.

"Sektkorken knallen nicht gleich, aber das ist ein Riesenerfolg", sagt Dieter Spormann von der Buchfinkengilde Harz. Er leitet die Kommission der Finker für die Unesco-Bewerbung, die nun ganz weit vorn steht.

Aus unzähligen Vorschlägen waren zunächst auf verschiedenen Ebenen erst 128, dann 83 Bräuche, Rituale und Feste in die engere Wahl gekommen (Volksstimme berichtete). Das Expertenkomitee bei der Deutschen Unesco-Kommission filterte daraus nun 27 Vorschläge, darunter das Züchten und die Arbeit mit Buchfinken für volksfestliche Vogelgesangswettstreite - die Finkenmanöver.

Die 27 Vorschläge auf nationaler Ebene für die Aufnahme ins Weltkulturerbe könnten noch ergänzt, also mehr werden, war zu erfahren. Aus dieser nationalen Liste sollen dann aber die zwei Vorschläge aus ganz Deutschland an die Unesco zur Aufnahme ins Weltkulturerbe herausgesucht werden. So gesehen, haben die Harzer Finkenfreunde quasi das Halbfinale erreicht.

"Selbst wenn es uns nicht gelingt, im Frühjahr oder Sommer unter die zwei deutschen Meldungen für die Unesco, quasi ins Finale zu kommen", sagt Spormann, "so zeigt sich in der Nominierung bis jetzt schon eine große Wertschätzung für dieses Brauchtum und für die Region Harz."

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