Frank Wermuth wirft seinen Handschuh in den Ring: Der Blankenburger will im März Bürgermeister seiner Heimatstadt werden.

Blankenburg l "Die Entwicklung Blankenburgs liegt mir sehr am Herzen", begründet Frank Wermuth (parteilos) seine Entscheidung, sich im März um das Amt des Blankenburger Bürgermeisters zu bewerben. Aus seiner Sicht sei in den vergangenen Jahren zu wenig entstanden, was die Stadt weiter nach vorn gebracht habe. Das mache er allerdings weniger an Bauprojekten und ähnlichem fest. Den 52-Jährigen schmerze, dass er in der Bevölkerung eine zunehmende Politikverdrossenheit spüre. "Wir müssen dahin kommen, die Bürger wieder mehr mitzunehmen, die Verwaltung transparenter und effektiver zu gestalten und die Öffentlichkeitsarbeit verstärken", sagt Frank Wermuth. "Die Stadtverwaltung ist schließlich für die Bürger in Blankenburg da und nicht nur für sich selbst, die Kreisverwaltung oder das Land." Ganz wichtig sei für ihn die Einbindung der Ortsteile in die politische Arbeit.

Hauptaugenmerk wolle er auf die stärkere Unterstützung jener Betriebe legen, die bereits in Blankenburg ansässig sind. Dies läge aktuell im Argen, meint der Diplom-Chemiker, der jahrelang im Forschungs- und Entwicklungswerk der Bahn in Blankenburg gearbeitet hat und danach zwölf Jahre selbständig tätig war. Zuletzt arbeitete Wermuth als Verfahrensingenieur in einer Maschinenbau-Firma.

Eine Förderung des Mittelstandes, wie ihn sich der Blankenburger vorstellt, habe nicht immer nur mit Neuansiedlung zu tun. "Wir müssen Behördengänge vereinfachen und Unternehmer schon beim Antragstellen helfen", sagt er. Aus seiner Sicht hätte Blankenburg bereits stärker wachsen können, hätten die Entscheidungsträger nicht zu sehr auf den Kurbad-Status gesetzt.

Von einem wirtschaftsfreundlicheren Klima verspricht sich Frank Wermuth auch Mehreinnahmen für den Stadthaushalt, um sowohl weiterhin attraktiven und bezahlbaren Wohnraum anzubieten, als auch jede Kindertagesstätte und jede Schule zu erhalten. Aus seiner Sicht sei es wichtig, die ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen noch mehr zu würdigen, um sie weiter zu motivieren. Gerade in Blankenburg sei vieles selbstverständlich geworden.

Frank Wermuth selbst engagiert sich nicht nur politisch - seit dem Jahr 2004 ist er für die Partei Die Linke Mitglied des Stadtrates - sondern auch in drei Vereinen. Vielen ist er als Präsident des Blankenburger Karnevalvereins bekannt, dem er seit 1996 vorsteht. Der aktive Schachspieler leitet seit 1998 die zweite Mannschaft der SG Stahl Blankenburg, war von 2001 bis 2004 Schatzmeister und ist seit Juni 2004 Abteilungsleiter. Seit 2000 ist er außerdem Schatzmeister der Kleingartensparte "Einigkeit".

Am 13. Januar steht noch die offizielle Nominierung durch die Mitgliederversammlung der Partei Die Linke an. Dann stellt er sich in der Gaststätte des "Sportforums" den Genossen näher vor.