Ballenstedt (dl) l Die Würfel sind nun wohl endgültig gefallen: Der Ballenstedter Bürgermeister Michael Knoppik (CDU) soll für die Christdemokraten bei der Bürgermeisterwahl am 22. März ins Rennen gehen. Die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes haben Knoppik am Freitagabend im zweiten Anlauf noch einmal zum Kandidaten gewählt. Wie Stadtverbandsvorsitzender Karl-Heinz Tennenberg auf Anfrage der Volksstimme sagte, votierten 20 Mitglieder für Knoppik, 14 stimmten gegen den Vorschlag. Damit konnte der 41-jährige promovierte Jurist eine deutlichere Mehrheit auf sich vereinen als beim ersten Anlauf der Kandidatenkür. Dabei hatten Ende November 14 Christdemokraten für den Amtsinhaber votiert, zwölf dagegen. Nach Tennebergs Worten gab es bei beiden Veranstaltungen mit Knoppik nur einen Anwärter.

Die erneute Wahl war angesetzt geworden, weil nach dem ersten Urnengang zwei CDU-Mitglieder aus dem Ballenstedter Ortsteil Rieder erklärt hatten, nicht fristgemäß eingeladen worden zu sein. Die Einsprüche gegen die Wahl werden gegenwärtig formell geprüft. Um einen Zeitverzug zu vermeiden und rechtliche Risiken bei der Wahlentscheidung auszuschließen, hatte sich der CDU-Stadtverbandsvorstand für eine Wiederholung der Wahl entschieden.

Knoppik bestimmt seit Mitte 2008 als Bürgermeister maßgeblich die Geschicke der Stadt. Damals war der Jurist von einem breiten Bürgerbündnis zur Wahl motiviert worden und trat pikanterweise als CDU-Mitglied gegen den offiziellen CDU-Kandidaten an. Im März 2008 holte Knoppik bei fünf Kandidaten auf Anhieb die absolute Mehrheit.

Die Ballenstedter FDP-Mitglieder wollen Ende Januar über einen Kandidaten entscheiden, sagte Ortsverbands-Chef Markus Jacobs. Eine Unterstützung der Kandidatur Knoppiks durch die Liberalen, sei "sicherlich eine Option", so Jacobs. Die SPD will nach den Worten von Stadtverbandschef Kurt Neumann in den nächsten Wochen entscheiden, ob und wen sie als eigenen Kandidaten ins Rennen schickt. Bündnisgrüne und Linkspartei waren am Wochenende nicht erreichbar.