Wernigerode l Mit einem so hohen Ergebnis hat niemand gerechnet: 1200 Euro haben Frauen und Männer, auch Unternehmen, für das Pfefferkuchenhaus für den Verein für krebskranke Kinder Harz gegeben. Konditormeister René Silberbach, seine Familie und Freunde hatten es in der Vorweihnachtszeit gebacken und im Schaufenster der Bäckerei in der Marktstraße ausgestellt. Allein 40 Kilogramm Honigkuchenteig und zehn Kilogramm Zuckerguss waren für die Herstellung dieser Leckerei notwendig.

Höchster Bieter ist der Wernigeröder Andreas Dietrich. Er hatte 444 Euro und damit den höchsten Betrag geboten. Dank weiterer Gebote und Einzelspenden waren zusätzlich 475 Euro zusammengekommen, so dass sich der Betrag auf 919 Euro erhöhte. Der Konditormeister legte Geld hinzu, so dass insgesamt 1200 Euro zusammenkamen.

Kurz vor dem Weihnachtsfest nahmen Vereinsvorsitzender Avery Kolle sowie Schatzmeisterin Iris Berger das Geld in Empfang.

"Die Idee hat mich von Anfang an begeistert", sagte Andreas Dietrich. "Bei dem Verein weiß ich, dass das Geld den Menschen aus der Region zugute kommt." Er habe sich schon überlegt, was aus dem leckeren Backwerk wird.

Backwerk soll eingelagert werden

"Es soll erhalten bleiben", sagte der Wernigeröder. Er wolle das Pfefferkuchenhaus während des kommenden Jahres bei sich einlagern. In der Vorweihnachtszeit des Jahres 2015 möchte er das süße Kunstwerk dem Förderverein der Kinderklinik übergeben. Es sollte, so seine Anregung, irgendwo, vielleicht im Flur, der Kinderklinik Wernigerode aufgestellt werden, um damit weiteren Mädchen und Jungen eine Freude zu bereiten.

Das Beisammensein während der Geldübergabe nutzte Avery Kolle, um den vielen Bürgern, Unternehmen, Gruppen, Vereinen und anderen zu danken, die im Jahre 2014 den Verein für krebskranke Kinder unterstützt hatten. Die Gebefreude sei so groß gewesen, dass alle geplanten Projekte finanziert werden können, resümierte er.

Zugleich freute er sich, dass die Mitgliederzahl inzwischen auf 82 angestiegen sei, darunter erfreulich viele junge Frauen und Männer. Zum Verein gehörten jetzt auch zahlreiche Eltern krebskranker Kinder, die hautnah erlebt hätten, wie sich die Mitglieder engagieren.