Vor 50 Jahren haben sich Ilsenburger Narren unter den Fittichen der BSG Fußball zusammengeschlossen. Weil die erste öffentliche Veranstaltung 1966 stattfand, trägt die Ilsenburger Carnevalsgemeinschaft Rot Gold die Zahl 66 im Namen.

Ilsenburg/Drübeck l Mit einer prunkvollen Büttensitzung begeht die Ilsenburger Carnevalsgemeinschaft Rot-Gold 66 am Sonnabend, 17. Januar, im Drübecker Schützenhaus ihren 50. Geburtstag. Ihre Glückwünsche überbringen bei der ersten der beiden öffentlichen Abendveranstaltungen die Abordnungen einiger befreundeter Karnevalsvereine, so aus Osterwieck, Blankenburg, Deersheim, Heimburg, Rhoden, Stiege und Elbingerode. Eine weitere Büttensitzung findet am 14. Februar statt, der traditionelle Kinderkarneval ist für den 24. Januar ab 15 Uhr im Haus der Vereine geplant.

"Unser Programm steht, der Kartenvorverkauf in der Lotto/Toto-Verkaufsstelle von Sylvia Köhler ist in vollem Gange", bilanziert Vereinsvorsitzender Wolfhard Sulkowski. Er hat noch immer alle Hände voll zu tun. Am Montag warf er letztmals einen Blick auf den Korrekturabzug des neuen Programmheftes, das am Dienstag in Druck ging. Am heutigen Freitag soll es fertig sein.

"Die Besucher können sich auf ein etwa zweieinhalbstündiges Programm mit den 42Vereinsmitgliedern freuen", kündigt Wolfhard Sulkowski an. Mit Karin Stiehler, Hubertine Ende, Philipp Richter, Thomas Just und Regine Dielefeld wollen sechs langjährige Stützen des Ilsenburger Karnevals die Lachmuskeln der Besucher strapazieren. Sandra Sulkowski-Tamke, Maria Siering sowie Janine und René Küffen haben Gesangsdarbietungen einstudiert. Auftreten werden außerdem die Tanzmäuse, das Männerballett und der Spielmannszug Cattenstedt. Das Männerballett wirkt seit 1993 regelmäßig mit, diesmal mit dem Tanz "Schmusekatze".

Mit dem traditionellen Schlachtruf "Alle man ran" soll wieder zünftig gefeiert werden, verspricht Wolfhard Sulkowski. Das Motto ist dem Jubiläum gewidmet. Vor 50 Jahren haben Narren um Hermann Hartmann, Oskar Rinke, Otto Bader, Dr. Johannes Berhold und Heinz Born den Ilsenburger Karneval aus der Taufe gehoben. Verändert hat sich seitdem einiges. Zum Beispiel habe einst viel mehr Nachfrage nach Eintrittskarten bestanden, erinnert Sulikowski. "Zu Ostzeiten hatten wir bis zu 16 Veranstaltungen pro Session. Freitags, sonnabends und zwischendurch sonntags für Kinder und Rentner wurde gefeiert, zum Schluss dann noch der Rosenmontag. Von den Zuschauern gab es auch mal ´ne Pulle oder ein anderes alkoholisches Getränk." Vielleicht gibt es das auch am 17.Januar als Dankeschön zum Jubiläum.