Unentschieden ist das erste Treffen aller Verantwortlichen für das Besucherbergwerk "Drei Kronen Ehrt" ausgegangen. Wertungen gibt es nicht, ein neues Treffen ist geplant.

Wernigerode/Rübeland l Ohne Entscheidung über die anstehende Schließung ab Dezember und auch ohne Entscheidung zum Erhalt ist das erste Treffen aller Verantwortlichen für das Besucherbergwerk "Drei Kronen Ehrt" zu Ende gegangen.

Über drei Stunden, weit mehr als ursprünglich geplant, haben Landrat Martin Skiebe (CDU), Vertreter des Wirtschaftsministeriums und der Grubenverwahrungsfirma (LMBV) mit der Landtagsabgeordneten Angela Gorr (CDU), Oberharz-Bürgermeister Frank Damsch (SPD) und mit Gudrun Mehnert, Chefin der Arbeitsförderungsgesellschaft Harz (AFG), intensiv gesprochen.

Hintergrund des Krisentreffs ist die langsam akut werdende Notwendigkeit, das alte Bergwerk der Grube "Einheit" 25 Jahre nach Produktionsschluss zu verschließen, um Beeinträchtigungen für die Umwelt durch schwefliges Wasser besser auszuschließen. Problem dabei: Mit der Grube würde auch der bisher als Besucherbergwerk genutzte Teil mit verwahrt werden müssen.

An diesem Problem, so war nach dem als "intern" deklarierten Treffen zu erfahren, habe sich nichts geändert. Die Maßgabe und auch Forderung der Europäischen Union zum Verfüllen ab 30. November bleibe bestehen. Die Summe von zwei Millionen Euro für eine Extra-Wasseraufbereitungsanlage als Voraussetzung für den Erhalt des Besucherbergwerks hätte sich als korrekt bestätigt. Ebenso die rund 750 000 Euro laufende Betriebskosten.

Übrig bleibe nach Aussage von Beteiligten jetzt im wesentlichen die Hoffnung, dass in einer konzertierten Aktion der Gesellschafter der AFG eine schrittweise Lösung gefunden werden kann, um im Interesse eines vielfältigen Tourismusangebotes im gesamten Harz auch dieses Industriemuseum zu erhalten.

Vereinbart wurde in der Runde, sich in absehbarer Zeit erneut zu dem Thema zusammenzusetzen.

 

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